Im Alter genug trinken

Im Alter genug trinken

Spröde Lippen, Schluckbeschwerden, Kopfschmerzen, trockene Haut, Schwäche, Schwindel – es gibt zahlreiche Symptome, die auf einen Wassermangel hindeuten.

Gerade ältere Menschen sind anfällig für eine Dehydration. Oft lässt sich dies auf ein vermindertes Durstempfinden, Vergesslichkeit und eine eingeschränkte Motorik zurückführen – mitunter spielt aber auch Inkontinenz eine Rolle. Viele Betroffene versuchen ihre Funktionsstörung in den Griff zu bekommen, indem sie weniger trinken. Das ist nachvollziehbar, aber kontraproduktiv. „Verwehren wir dem Körper Flüssigkeit, resultiert das in einem stark konzentrierten Harn, welcher wiederum die Blase reizt und den Urindrang verstärkt“, erklärt Michaela Bahr vom Inkontinenz-Spezialisten Seni. Zudem würden die ableitenden Harnwege nicht richtig durchspült. Dadurch könnten sich Bakterien festsetzen, die Infektionen auslösen, welche wiederum die Blasenschwäche zusätzlich verstärken. Wer von Inkontinenz betroffen ist, sollte nicht die Flüssigkeitsaufnahme reduzieren, sondern über die Getränkewahl nachdenken. Kaffee ist ein starker Harntreiber, aber auch viele Teesorten kurbeln die Urinproduktion an. Kohlensäurehaltige sowie stark gezuckerte Getränke können die Blase ebenfalls reizen. Inkontinenzbetroffene erleichtern sich zudem das Leben, wenn sie darüber nachdenken, wie sie ihr Flüssigkeitspensum über den Tag verteilen. Der Mensch benötigt ca. 30 Milliliter pro Kilogramm Körpergewicht. Wer eine schwache Blase hat, sollte gegen Abend grundsätzlich weniger trinken, um in der Nacht möglichst ungestört schlafen zu können. (Advertorial)

Foto: Seni-Shutterstock

Pflegebedürftigkeit: Einfacher und leichter leben

Pflegebedürftigkeit: Einfacher und leichter leben

Nachhaltige Verbesserung der Wohnqualität

Wer sich das Leben zu Hause erleichtern möchte, muss nicht immer neue Möbel kaufen. So lassen sich etwa alte und unpraktische Schränke ganz einfach durch Schubladen nachrüsten – tiefes Bücken oder Hinknien ist dann nicht mehr nötig, um an den Schrankinhalt zu kommen. Bewährt hat sich hierfür beispielsweise die in Deutschland hergestellte Rapido Schubladen Box. Sie verwandelt unpraktische Fächerschränke ganz einfach in zeitgemäße Vollauszugs-Schubladen. Dadurch verbessert sich der Zugriff auf Schrankinhalte deutlich.
Die SchubladenBox ist schnell und einfach in den alten Schrank einsetzbar – und für Pflegebedürftige gibt es sogar einen Zuschuss von bis zu 4.000 Euro von der Pflegekasse. Diese Innovation wurde bereits im deutschen Fernsehen in der Sendung „Einfach genial“ gezeigt. Das Video des MDR ist auf der Internetseite www.rapido-schubladen-shop.de abrufbar. Informationen für Pflegebedürftige bietet ein ausführliches E-Book, das auf der Internetseite gratis zum Download zur Verfügung steht. (Advertorial)
Gesund leben, Gesunde Ernährung, Gesundheitstipps
Foto: Rapido-Schubladen-Shop
Pflege nach Unfall oder Krankheit

Pflege nach Unfall oder Krankheit

 Manchmal ändert sich das Leben innerhalb von Sekunden. Unglücklich gestolpert oder beim Autofahren kurz unaufmerksam – wer durch Unfall oder plötzliche Krankheit in seinen alltäglichen Fähigkeiten stark eingeschränkt wird, benötigt Pflege und Unterstützung.

In den ersten Tagen können Familie und Freunde helfen. Aber das reicht nicht immer. Wer länger gepflegt werden muss und dabei zu Hause bleiben möchte, kann dies mit Hilfe einer erfahrenen Betreuungskraft, die rund um die Uhr verfügbar ist. Die qualifizierten Pflegekräfte kommen aus dem EU-Ausland, verfügen über einfache bis sehr gute Deutschkenntnisse und wohnen bei den Genesenden. So können sie auch bei allen üblichen Haushaltsleistungen helfen. Betroffene sollten bei der Suche nach einer geeigneten Hilfe die Unterstützung von Spezialisten in Anspruch nehmen. Hierzu Frank Michael Kunde, Geschäftsführer der aurea Pflegevermittlungs GmbH: „Für uns ist es wichtig, dass wir uns um alle Formalitäten kümmern. Und wir stellen sicher, dass alle gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden. Denn weder Betroffene noch deren Familien sollten zu den vorhandenen Sorgen auch noch Bedenken wegen Unklarheiten in Bezug auf die notwendige Pflege haben.“ Wichtig zu wissen: Um die gewünschte Pflegekraft zu finden, wird mindestens eine Woche benötigt. Die kürzeste Einsatz-dauer beträgt in der Regel vier Wochen. Da die Pflegekraft im Haushalt wohnt, ist es wichtig, dass sich alle gut verstehen. Deswegen machen die Vermittler in der Regel mehrere Vorschläge, um bestmöglich auf die individuellen Wünsche der Betroffenen einzugehen.

Mit Pflegekräften den Alltag meistern

Viele Senioren wünschen sich ein möglichst selbstbestimmtes Leben. Dazu gehört, die Vorzüge der eigenen vier Wände so lange wie möglich genießen zu können. Mit zunehmendem Alter steigt allerdings auch die Hilfsbedürftigkeit. Oft versuchen Familienmitglieder gemeinsam mit einem ambulanten Pflegedienst, die Senioren im Alltag zu unterstützen. Doch irgendwann funktioniert auch das nicht mehr. Dann scheint der Umzug in ein Altenpflegeheim unumgänglich. Es gibt aber eine Alternative, die es Senioren ermöglicht, weiterhin in der gewohnten Umgebung zu bleiben: Die sogenannte 24h-Pflege ist ein Betreuungsmodell, das immer häufiger genutzt wird. „Es ist ein schönes Gefühl zu wissen, dass jemand da ist und hilft, wenn es notwendig ist,“ weiß Frank M. Kunde, Geschäftsführer der aurea Pflegevermittlungs GmbH. „In der Regel dauert es eine Woche, bis die ausgewählte Pflegekraft ihren Dienst antritt.“ Um den Senioren ein eigenständiges Leben zu ermöglichen, unterstützen die Pflegerinnen in allen Bereichen des täglichen Lebens – sei es ein Arztbesuch, der Wocheneinkauf oder die Hilfe bei der Körperpflege. Dabei passen sie sich den Bedürfnissen der Pflegebedürftigen bestmöglich an. Ob Frühaufsteher oder Nachtmensch, durch eine persönliche Betreuung ist ein selbstbestimmtes Leben in gewohnter Umgebung möglich. Ein erstes Beratungsgespräch empfiehlt sich auf jeden Fall, auch um die Kosten einschätzen zu können. Die Experten wissen um mögliche Zuschüsse der Pflegekassen. (Advertorial)

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Foto: aurea-pflegevermittlung/thinkstock

Berufsunfähigkeit: Für den Ernstfall gut vorbereitet

Berufsunfähigkeit: Für den Ernstfall gut vorbereitet

Viele Arbeitnehmer unterschätzen die Gefahr einer Berufsunfähigkeit. Körperliche Leiden werden zwar seltener, dafür führen verstärkt psychische Erkrankungen dazu, nicht mehr arbeiten zu können – laut Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) ist mittlerweile ein Drittel aller Berufsunfähigkeiten darauf zurückzuführen.

Umso wichtiger ist es, für den Ernstfall gut vorbereitet zu sein. „Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist in jedem Fall sinnvoll“, betont Michael Schindler von den Barmenia Versicherungen. „Sie greift bereits, wenn Beschäftigte zu mindestens 50 Prozent außer Stande sind, ihren zuletzt ausgeübten Beruf zu verrichten. Die staatliche Erwerbsminderungsrente zahlt hingegen erst, wenn nachweislich gar kein Beruf mehr ausgeübt werden kann.“ Doch wann sollte eine BU-Versicherung abgeschlossen werden? Sinnvoll ist eine Absicherung in jungen Jahren, am besten bereits bei Ausbildungsbeginn oder während des Studiums. Der Vorteil für Azubis, Studenten oder Berufsanfänger: Dank ihres oftmals noch guten Gesundheitszustandes und des jungen Einstiegsalters zahlen sie noch geringe Beiträge. Wer eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließt, sollte auf eine Nachversicherungsgarantie achten. Durch neue Lebensumstände wie eine Familiengründung kann eine höhere Absicherung nötig werden. Mit der Garantie lässt sich die Berufsunfähigkeitsrente (BU-Rente) ohne erneute Gesundheitsprüfung aufstocken. Gut zu wissen: Es gibt mittlerweile auch die Möglichkeit, Berufsunfähigkeits- und Pflegeversicherung in einer Police abzudecken. Bei Pflegebedürftigkeit verdoppelt sich dann die Berufsunfähigkeitsrente. (Advertorial)

Gesund leben, gesunde Ernährung, Gesundheitstipps

Foto: W. Heiber Fotostudio/Fotolia/Barmenia

Sport für Kinder: Teamgeist und soziale Entwicklung fördern

Sport für Kinder: Teamgeist und soziale Entwicklung fördern

Für die soziale Entwicklung von Kindern hat Sport viele Vorteile: 
– Förderung der Konzentration: Sport regt die Versorgung des Gehirns mit Blut und Sauerstoff an und steigert die Konzentrationsfähigkeit. Das kann sich positiv auf die schulischen Leistungen auswirken. 
– Sport hilft beim Stressabbau: Der Körper schüttet beim Sport Glückshormone aus. Kinder bauen Stress ab, werden munterer und ausgeglichener. 
– Entwicklung gesellschaftlicher Beziehungen: Beim Sport können sich Kinder mit ihren Freunden messen. Kinder, die sportlich erfolgreich sind, erhalten Anerkennung in der Gruppe. 
– Positive Auswirkungen auf den Charakter: Positive Erfahrungen beim Sport wirken sich auf Charakter und Persönlichkeit von Kindern aus. Vorbilder wie Trainer, Lehrer und Eltern können diesen Effekt verstärken. Kinder erlernen Werte wie Toleranz, Teamgeist, Verantwortungsbewusstsein und Gerechtigkeitssinn. 

Positive und negative Erfahrungen beim Sport

Kinder werden beim Sport durch Erfolge und Misserfolge geprägt. Auch Niederlagen sind wichtig für die Persönlichkeitsentwicklung, da Kinder daraus lernen können. Schon im Alter von sechs bis sieben Jahren können Kinder ihre Fähigkeiten mit denen anderer Kinder vergleichen. Ein Kind bewertet, ob andere Kinder die Dinge genauso gut oder besser als es selbst ausführen können. Sie lernen zudem, verschiedene Dinge als schwierig einzuschätzen, die nur wenige Gleichaltrige beherrschen. Denn in diesem Alter ist für Kinder das Urteil anderer wichtig, um einschätzen zu können, ob sie sich verbessert haben. 
Kinder im Alter bis zu zehn Jahren denken, dass Erfolge das Ergebnis gemeinsamer Anstrengungen sind. Selten werden die eigenen Leistungen ohne die Wertschätzung und Meinung anderer Mitspieler, Partner und Konkurrenten gewürdigt und wahrgenommen. Doch für viele gilt es bereits als Erfolg, wenn ein Kind das Ziel erreicht, egal, ob es als Erster oder Zehnter ins Ziel läuft. Der Konkurrenzgedanke scheint zunehmend in den Hintergrund gestellt zu werden. 
Ab einem Alter von zwölf Jahren sind Kinder und Jugendliche bereits in der Lage, Chancen, Fähigkeiten, Anstrengungen und sportliche Talente voneinander zu unterscheiden und zu beurteilen. Ab diesem Zeitpunkt zählt auch zunehmend der Wettkammpfgedanke um Gewinner und Verlierer. Die Teinehmer lernen auf diese Weise, auch mit Niederlagen umzugehen. Dennoch sollten Eltern besonders bei Niederlagen die sportlichen Leistungen ihrer Sprösslinge wertschätzen und ihre Anstrengungen loben. Denn trotz großer Anstrengungen sind Niederlagen nicht auszuschließen. Wichtig ist auch, dass Eltern ihren Kindern beibringen, aus Niederlagen zu lernen und mit ihnen zu wachsen. 

Auswirkungen von Sport für Kinder auf das Selbstwertgefühl

Sportliche Erfolge leisten einen wichtigen Beitrag für das Selbstwertgefühl von Kindern. Erfolge spornen Kinder an, neue Herausforderungen anzunehmen, und fördern das Verantwortungsbewusstsein. Durch Sport können Jugendliche zu jungen Erwachsenen heranreifen, die ausgeglichen, vertrauensvoll, teamfähig und hilfsbereit sind. Zudem wird die allgemeine Bereitschaft von Kindern und Jugendlichen, Hindernisse zu bewältigen, durch Erfolgserlebnisse und Gewinnsituationen gefördert und entwickelt.
Dabei ist ist es besonders wichtig, solche Sportarten für das Kind zu wählen, mit der sich das Kind identifizieren kann. Es zählen einerseits die Talente des Kindes eine Rolle, als auch die körperlichen und geistigen Stärken. 
Um Kinder zu motivieren und mit dem Kind die richtige Sportart auszuwählen, sollten sich Eltern Zeit nehmen. Sie sollten ihr Kind ganz gezielt beobachten und darauf achten, was es besonders gut beherrscht. Der Kinderpsychologe Jean Piaget sagt, dass Kinder im Alter zwischen sechs und elf Jahren am besten ihr Selbstvertrauen entwickeln können. Die meisten Kinder machen in diesem Alter ihre ersten sportlichen Erfahrungen. Schon früh kann sich ein Kind ein Bild von sich selbst machen. Mit Erfolgen kann es positive Gefühle gegenüber seiner Person entwickeln und lernen, sich selbst zu achten. Das Selbstwertgefühl wird gesteigert. Deshalb ist die Wahl der richtigen Sportart besonders wichtig. Als Eltern sollten Sie jedoch nicht verzweifeln, wenn ein Kind erst einmal einige Sportarten ausprobiert ohne die geeignete sportliche Aktivität zu finden. Probieren Sie einfach weiter. Der richtige Sport findet sich schneller, als gedacht.

Eltern als wichtige Partner

Ist ein Kind im Sport erfolgreich, empfindet es Freude und entwickelt ein positives Selbstbildnis. Eltern haben dabei eine wichtige Funktion. Als Vorbildfunktion sind sie für die Entwicklung des kindlichen Selbstbewusstseins besonders wichtig: Die Meinung der Eltern ist Kindern in großem Maße wichtig. Es kommt dabei besonders auf die richtige Reaktion der Eltern im Bezug auf das Verhalten des Kindes an: Denn Ermutigung durch die Eltern ist eine wichtige Grundlage für Kinder, um Selbstbewusstsein zu erlernen. Das Selbstvertrauen wird gefördert, indem Eltern ihr Kind für seine Erfolge loben und ihm auch Mut machen, wenn es eine Niederlage erlitten hat. Dabei können die Erwachsenen die Kinder auch zu besonderen Leistungen und dem Versuch von Neuem animieren. Das daraus resultierende Selbstvertrauen hilft Kindern, zukünftige Herausforderungen leichter zu bewältigen. Dabei werden sowohl sportliche Hindernisse als auch soziale Hürden leichter bewältigt.

Sport für Kinder: Keine falschen Erwartungen 

Eltern sollten die Erwartungen an ihre Kinder niemals zu hoch ansetzen, da sie sonst schnell das Gegenteil erreichen. Kinder verlieren schnell den Mut und die Lust, wenn Eltern zu viel von ihnen verlangen oder Kinder zu Sportarten zwingen, an denen sie keinen Spaß haben. Wichtig für die soziale Entwicklung von Kindern und die Vorbildwirkung von Eltern ist auch, dass Eltern ihre eigenen Schwächen eingestehen. Es muss nicht beim ersten Mal klappen. Das ist kein Grund zum Aufgeben. Beim nächsten Mal klappt es besser. Es gilt, die Herausforderung anzunehmen und es zu versuchen. (Advertorial)

Weitere Information finden Sie in diesem kostenlosen E-Book.

Foto: Pixabay, Text: Neo Avantgarde

Multiresistente Keime werden zunehmend zum Problem

Multiresistente Keime werden zunehmend zum Problem

Multiresistente Keime führen dazu, dass wichtige Antibiotika beim Menschen ihre Wirkung verlieren. Dies hat wiederum zur Folge, dass Ärzte bestimmte Krankheiten nicht mehr behandeln können. Allein im letzten Jahr sind in der EU circa 33.000 Menschen aufgrund von resistenten Keimen gestorben. Eine große Rolle für die Ausbildung von Multiresistenzen spielt unter anderem der massive Einsatz von Antibiotika in der Nutztierhaltung. Verbraucher nehmen dies mittlerweile als ernsthafte Bedrohung wahr und fordern genau wie Fachleute und Wissenschaftler eine deutliche Reduzierung des Antibiotikaeinsatzes in der Landwirtschaft. Industrie, Handel und Politik bemühen sich seit Jahren eine einheitliche Regelung zu finden, dennoch kommen jedes Jahr immer noch fast 800 Tonnen Antibiotika in deutschen Ställen zum Einsatz. Dass es auch anders geht, zeigt Dänemark. Dort sind Landwirte in der Lage, Fleisch aus 100 % antibiotikafreier Aufzucht zu liefern. Dafür müssen hohe Standards eingehalten werden, die vor allem eine intensive Betreuung der Tiere gewährleisten. In Deutschland hat die Privat-Fleischerei Reinert einen ersten Schritt gemacht. Unter der Marke HerzensSache bietet Reinert Wurstprodukte aus 100 % antibiotikafreier Aufzucht an. Das Fleisch hierfür stammt ebenfalls aus Dänemark, da in Deutschland bislang noch nicht die benötigten Mengen zur Verfügung stehen. Um dies zu ändern, ist es wichtig, dass das Bewusstsein für die Problematik sowohl innerhalb der Branche als auch beim Verbraucher zunimmt.

Kampf gegen multiresistente Keime

Multiresistente Keime (MRSA) werden zunehmend zum Problem. Die Zahl der Todesfälle durch MRSA-Infektionen ist in den letzten Jahren immer weiter gestiegen, da wichtige Antibiotika durch sie ihre Wirkung verlieren – allein im letzten Jahr waren es 33.000 Todesfälle innerhalb der EU. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist eine von drei Hauptursachen der massive Einsatz von Antibiotika in der Nutztierhaltung. Wie eine aktuelle Repräsentativbefragung zeigt, fühlen sich rund zwei Drittel der Deutschen nur unzureichend gegen diese Gefahr geschützt. Wenn es um den Kampf gegen Multiresistenzen geht, sieht eine deutliche Mehrheit die Lebensmittelproduzenten (89%) in der Verantwortung, dicht gefolgt von Politik (86%) und Landwirtschaft (84%). „Die Ergebnisse zeigen, dass es höchste Zeit für ein Umdenken beim Einsatz von Antibiotika in der Nutztieraufzucht ist. Mit der Einführung unserer Marke HerzensSache, für die wir Fleisch aus 100 % antibiotikafreier Aufzucht verarbeiten, zeigen wir, dass konkrete Lösungen machbar sind“, so Hans-Ewald Reinert, geschäftsführender Gesellschafter der Reinert Privat-Fleischerei. Erstaunlich: Bislang gibt es in Deutschland noch keine Betriebe, die antibiotikafreie Aufzucht in größerem Stil gewährleisten können. Um Wurstwaren aus antibiotikafreier Aufzucht auch hierzulande anbieten zu können, arbeitet Reinert daher mit spezialisierten Landwirten aus Dänemark zusammen.

Bewusster Fleichkonsum kann viel bewegen

Kaufentscheidungen haben nicht nur Einfluss auf das eigene Portemonnaie, sondern auch auf die Welt, in der wir leben. Denn was gekauft wird, wird produziert – und das ist nicht immer zum Besten für Umwelt und Gesundheit. Bis antibiotikafreie Zucht als Standard in der Branche etabliert ist, wird es noch eine Weile dauern, aber die Nachfrage steigt. Und es sind vor allem jüngere Verbraucher, die sich durch ihre Kaufentscheidung gegen den massiven Einsatz von Antibiotika in der Landwirtschaft aussprechen – ein wichtiger Schritt, um der Entwicklung multiresistenter Keime entgegenzuwirken. 

Foto: Reinert Privat-Fleischerei