Ärztliche Versorgung: Hausarzt, Notaufnahme, Dr. Google – Wer kann helfen?

Ärztliche Versorgung: Hausarzt, Notaufnahme, Dr. Google – Wer kann helfen?

Samstagabend in der Notaufnahme eines Krankenhauses irgendwo in Deutschland. Das Wartezimmer ist voll, die Warteschlange reicht von der Anmeldung bis fast hinaus auf die Straße. Sehr viele Menschen suchen ärztliche Versorgung. Alle wollen schnell behandelt werden, viele klagen über Husten, Schnupfen, Heiserkeit. Nur wenige von ihnen sind echte Notfälle.

Eine Erkältung, ein Grippevirus oder vielleicht doch ein Herzinfarkt?

Sobald das Wetter schlechter wird, steigt die Zahl der Kranken. Viele fühlen sich schwach und unwohl. Ein klarer Fall für den Hausarzt. Er kennt die Symptome und kann die richtige Therapie empfehlen. Schwierig ist es jedoch, wenn der dieser nicht zu erreichen ist. Dann werden die Nächte oder Wochenenden ohne Medikamente oder ärztliche Versorgung schnell zu Qual. Wer leidet, ist oft nicht in der Lage, die Krankheit bis zur nächsten Hausarzt-Sprechstunde auszuhalten.

Ärztliche Versorgung: Dr. Google als Alternative?

Immer häufiger wird Google als Ersatz für eine persönliche ärztliche Versorgung herangezogen. Es werden Symptome und Krankheitsbilder im Internet gesucht. Viele möchten schnell und unkompliziert erfahren, welche Krankheit sie quält und wie diese behandelt wird.
Auch die sozialen Medien sind als Ratgeber beliebt. Hier finden sich Empfehlungen zu Hausmitteln, wie warme Milch mit Honig, ebenso wie lebhafte Diskussionen zu Erfahrungswerten und Medikamententipps.

Vorsicht vor Selbst- und Fehldiagnosen

Bei simplen Alltagserkrankungen wie Husten, Erkältung oder Übelkeit kann das Internet schnellen Rat bieten. Auch über bereits diagnostizierte Erkrankungen kann man sich ausgezeichnet informieren, viele Fachinformationen werden im Internet auch für Laien verständlich erklärt.

Allerdings birgt die Nutzung des Internets als Arztersatz auch Gefahren. Oft werden bei den Suchergebnissen nur die lebensbedrohlichen Leiden wahrgenommen. Schnell werden Kopfschmerzen für einen Hirntumor gehalten oder die leichte Erkältung scheint eine schwere Influenza-Grippe zu sein. Für Laien ist es schwierig, den Wahrheitsgehalt der Informationen zu hinterfragen. Wer zu Sorgen um seine Gesundheit neigt, gerät schnell in Angst und Panik, weil Symptome falsch gedeutet werden. Deshalb ist es sehr wichtig, dass eine Diagnose ausschließlich durch medizinisches Fachpersonal gestellt wird.

Die Notaufnahme als einziger Ausweg?

Für viele scheint die Notaufnahme des nächsten Krankenhauses die einzige Möglichkeit zu sein, am Wochenende oder nachts einen Arzt zu erreichen. Dabei sind ihre Erkrankungen genau genommen keine Notfälle. Ärzte, Pfleger und Krankenschwestern versuchen, zu helfen. Lange Wartezeiten sind deswegen heute üblich. Zumal das Krankenhauspersonal zeitgleich auch noch Unfallopfer oder Herzinfarktpatienten behandelt, die mit den Rettungswagen ankommen.

Notaufnahmen sind heute immer häufiger an den Grenzen ihrer Belastbarkeit. Aber immerhin ist es ja die einzige Möglichkeit nachts und am Wochenende einen Arzt zu erreichen – oder doch nicht?

116117 – der Kassenärztliche Bereitschaftsdienst

Seit einigen Jahren ist bundesweit unter der Rufnummer 116117 der Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung zu erreichen. Er bietet Hilfe, wenn der Hausarzt nicht zur Verfügung steht und stellt die ärztliche Versorgung rund um die Uhr sicher. Neben dem Besuch von Anlaufpraxen, die auch am Wochenende geöffnet sind, ist auch eine telefonische Beratung durch einen Arzt möglich.
Wer zu krank ist, um die Öffnungszeiten des Hausarztes abzuwarten und zu geschwächt ist, um in eine der Notfallpraxen des kassenärztlichen Notdienstes zu gelangen, kann auch um einen Hausbesuch durch den mobilen Bereitschaftsdienst bitten. Bei Erkrankungen wie starker Migräne oder einem Magen-Darm-Virus ist so eine zeitnahe medizinische Versorgung gesichert.

Unabhängig von Alter und Wohnort kann jeder den Kassenärztlichen Notdienst nutzen. Durch fundiertes Wissen und moderne Behandlungsmethoden können die Ärzte sowohl kleinen Kindern mit Fieber helfen, als auch Senioren mit Magenschmerzen effizient behandeln. Wer Fragen zur Dosierung von Medikamenten hat, wird schnell beraten. Zudem klärt eine telefonische Beratung schnell, welche Mittel aus der Hausapotheke den Gesundheitszustand umgehend verbessern.
Auf diese Weise ist eine ärztliche Versorgung jederzeit sichergestellt. Natürlich übernehmen die Versicherungen die Kosten der Behandlung. Es besteht kein Unterschied zwischen Kassenpatienten und Patienten mit Privatversicherungen.

Eine Seniorin ist bewusstlos und liegt auf dem Boden. Eine Frau kniet neben ihr und alarmiert den Rettungsdienst über die Notrufnummer 112. (ärztliche VErsorgung)

Wenn ein Menschenleben in Gefahr ist, wählen Sie die 112 und folgen Sie den Anweisungen der Rettungsleitstelle. Der Hausarzt oder der Kassenärztliche Bereitschaftsdienst können bei Notfällen keine ausreichende Versorgung bieten.

Kassenärztlicher Notdienst oder Notarzt?

Handelt es sich um schwerwiegende oder lebensgefährliche Erkrankungen, stoßen auch die Hausärzte vom Kassenärztlichen Bereitschaftsdienst an ihre medizinischen Grenzen.
Als Notdienst sind die Ärzte nicht mit dem Notarzt des Rettungsdienstes zu verwechseln.
Vor allem schwerwiegende Erkrankungen benötigen häufig schon vor Ort eine besondere Behandlung. Herzinfarkte, Schlaganfälle oder Atemnot treten häufig auf und verlaufen nicht selten tödlich. Ohnmachtsanfälle und Bewusstlosigkeit sind ebenso ein Fall für den Rettungsdienst. Auch bei tiefen, stark blutenden Schnitten oder lebensgefährlichen Verletzungen ist eine schnelle Hilfe unbedingt notwendig.
Wer also befürchtet, lebensgefährlich erkrankt oder verletzt zu sein, sollte sofort unter der Notrufnummer 112 um Hilfe bitten. Die zuständige Leitstelle wird speziell geschulte Rettungs- und Notfallsanitäter alarmieren und entscheiden, ob auch ein Notarzt am Einsatzort notwendig ist. Die Spezialisten sind in der Lage, den Patienten bestmöglich zu versorgen und einen sicheren Transport in das nächste geeignete Krankenhaus zu organisieren.

Übrigens hat auch der NDR sich mit der Überbelastung der Notaufnahmen beschäftigt und berichtet in seinem Beitrag „Notaufnahmen am Limit“.

Wer genauer erfahren möchte, wann der Kassenärztliche Bereitschaftsdienst hilft, sollte sich den Videobeitrag der kassenärztlichen Vereinigung ansehen.

Foto: Fotolia/adriano­_cz
Foto: Fotolia/ M.Dörr & M.Frommherz

Trotz Krankheit ins Büro?

Trotz Krankheit ins Büro?

Rund 68 Prozent der deutschen Beschäftigten gehen auch bei Krankheit weiterhin zur Arbeit – das zeigt eine Untersuchung des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB). Einer der Gründe, die Arbeitnehmer aufführen, ist, dass sich in ihrer Abwesenheit zu viel Arbeit anhäuft und sie sich durch Krankheitstage eher selbst schaden. Sie quälen sich daher lieber mit Fieber ins Büro. „Die Nachteile eines solchen Verhaltens liegen auf der Hand“, weiß auch Petra Timm vom Personaldienstleister Randstad. „Immerhin besteht nicht nur die Gefahr, dass die kranken Mitarbeiter ihre Kollegen anstecken – wer krank arbeitet, braucht insgesamt auch länger, um wieder gesund zu werden. Häufig verschlechtert sich der Gesundheitszustand sogar noch.“ Studien haben in der Vergangenheit bereits gezeigt, dass bei erkrankten Mitarbeitern die Produktivität deutlich abnimmt, das Unfall- und Fehlerrisiko im Gegensatz dazu steigt. Betriebe sollten daher mehr Wert auf eine gute Betriebskultur legen. Dazu zählt nicht nur, dass Arbeitsabläufe einen Krankheitsausfall verkraften, sondern auch ein wertschätzendes Klima, bei dem niemand bei Krankheit persönliche Nachteile fürchten muss. (Advertorial)

 

Foto: Antonioguillem/Fotolia/randstad

 

Mundschutz beugt Ansteckung vor

Mundschutz beugt Ansteckung vor

In der kalten Jahreszeit nehmen witterungsbedingte Erkrankungen der Atemwege stark zu. Grippale Infekte sind an der Tagesordnung. Um die Symptome von Erkältung und Husten zu lindern, gibt es jetzt eine simple und effektive Möglichkeit: Ein spezieller Mundschutz mit integriertem Silber- und Kupfergewebe.
Die Funktionsweise ist einfach: Durch die feuchte Atemluft werden Kupfer- und Silberionen erzeugt. Diese wirken beruhigend und keimhemmend auf die Atemwege. Die eingesetzte Kupferwolle ist physiologisch unbedenklich und wirkt stark antibakteriell. Die herausgelösten Kupferionen greifen nur Mikroorganismen an und sind für den Menschen ungefährlich.
Der sogenannte „Ding-Filter“ aus der Apotheke kann sogar bei chronischem und allergischem Husten helfen. Denn die Kupfer- und Silberionen wirken ähnlich wie Kamillenblüten und Thymiankraut, nur ist die antibakterielle Wirkung wesentlich stärker und der Filter ist einfacher zu handhaben. Zur Linderung der Beschwerden reicht es aus, den Filter täglich 10 bis 30 Minuten aufzusetzen – beispielsweise abends beim Fernsehen. (Advertorial)
Foto: Dinnovative