Heuschnupfen einfach lindern

Heuschnupfen einfach lindern

Wer unter Heuschnupfen leidet, kann zu Hause ganz einfach für Linderung sorgen. Denn der allergieauslösenden Blütenstaub lässt sich problemlos aus Wohnräumen fernhalten. 
Rund 18 Millionen Menschen leiden laut dem Deutschen Allergie- und Asthmabund hierzulande unter einer Pollenallergie, umgangssprachlich auch Heuschnupfen genannt. Damit wird jeder Fünfte mehr oder weniger stark durch Blüten- und Gräserpollen in seinem Alltag gestört.
Wer die Symptome zumindest zuhause deutlich reduzieren möchte, hat verschiedene Möglichkeiten. So arbeiten beispielsweise in modernen Niedrig-Energiehäusern heute meist zentrale Lüftungsanlagen mit Pollenfilter. Wenn die Fenster geschlossen bleiben, kommt kein Blütenstaub ins Haus.
Wer in einem älteren Haus wohnt, muss hingegen regelmäßig lüften, um Frischluft hineinzulassen. Hier helfen spezielle Pollenschutzgitter, die so gut funktionieren, dass die Fenster auch in den Monaten mit starkem Pollenflug problemlos geöffnet werden können. Das Spezialgewebe wird einfach mit einem Klettband am Fensterrahmen befestigt und hält mindestens 80 Prozent der allergieauslösenden Blütenpollen zurück.
Pollenschutzgitter ähneln sehr feinen Insektengittern und können beispielsweise bei Heuschnupfen die Pollen aus der Wohnung fern halten.
Pollengitter oder Fliegengitter? Die Ähnlichkeit ist verblüffend. Pollenschutzgitter sind jedoch um einiges feiner konstruiert. Das Ergebnis: Bis zu 80% aller Pollen werden aus der Wohnung ferngehalten. Eine deutliche Erleichterung für jeden Heuschnupfenerkrankten und Pollenallergiker.
 

Klimawandel und Heuschnupfen

Die Herbst- und Wintermonate werden immer wärmer. Darunter haben auch Allergiker zu leiden – denn die Pollenflugsaison dauert inzwischen fast das ganze Jahr. Und das ist für viele ein echtes Problem, denn wer unter Heuschnupfen leidet, ist oft stark eingeschränkt. Belastungen lassen sich aber nicht immer vermeiden – vor allem im Freien gibt es kein Entkommen vor den winzigen Pollen.
Anders sieht es jedoch innerhalb geschlossener Räume aus. In vielen Büros und Autos laufen heute Klimaanlagen mit Pollenschutzfiltern. Auch zu Hause muss auf frische Luft nicht verzichtet werden, denn es gibt einfach zu installierende und wirksame Pollenschutzgitter für Fenster.
So gibt es auf dem Markt zertifiziertes Spezialgewebe, das mit selbstklebenden Klettstreifen einfach am Fensterrahmen befestigt wird. Der Effekt ist bemerkenswert: da mindestens 80 Prozent des Blütenstaubs aus der Luft gefiltert werden, verringern sich die allergischen Reaktionen deutlich. Viele Betroffene können mit Hilfe des Pollenschutzgitters sogar bei offenem Fenster schlafen.
 

Wirksamer Schutz für Allergiker

Heuschnupfen ist für Betroffene kein Spaß: Juckende Augen, laufende Nase, Müdigkeit, Kopfschmerzen bis hin zu Atemnot und Asthma – die typischen Symptome einer Pollen-Allergie machen Betroffenen das Leben schwer. Um zuhause aufatmen zu können, empfiehlt sich die Montage sogenannter Pollenschutzgitter.
Der Aufwand ist klein, der Erfolg denkbar groß: denn mit einem hochwertigen Schutzgitter geht es Allergikern zuhause gleich viel besser. So wurden bereits spezielle Pollenschutzgitter entwickelt, mit denen Betroffene sogar bei offenem Fenster schlafen können. Ein besonderes Netzgewebe, das Blütenstaub wie Birken- oder Gräserpollen um mindestens 80 Prozent aus der Außenluft filtert, sorgt dafür, dass die Wohnräume nahezu pollenfrei bleiben. Von der Europäischen Stiftung für Allergieforschung (ECARF) ausgezeichnete Schutzgitter helfen dabei, die allergischen Reaktionen auf den Blütenstaub zu verringern und die Lebensqualität von Allergikern zu verbessern. Ebenfalls wichtig: Luftzirkulation und Lichtdurchlässigkeit sind trotz des feinmaschigen Schutzgitters sichergestellt.
Die Montage der verschiedenen Pollenschutzgitter kann dabei ganz vielseitig sein. Einige Modelle werden geschraubt, andere an einem Rahmen an das Fenster gespannt. Wer seine Fenster nicht durch Bohrungen oder Schrauben beschädigen will, kann die Pollenschutzgitter auch kleben. Die Montage braucht meist nur wenige Handgriffe und ist von den Hausbewohnern leicht in Eigenregie durchzuführen.
 
 
 
 
 
 
Foto: Fotolia/fizkes, Fotolia/AngelaStolle

Blutdruckentgleisungen: Wie Hypertonie den Menschen gefährdet

Blutdruckentgleisungen: Wie Hypertonie den Menschen gefährdet

Viele Menschen leiden unter zu hohem Blutdruck, ohne es zu wissen. Der Fachausdruck für diese Erkrankung lautet Hypertonie. Bis zu 20 Prozent der erwachsenen Weltbevölkerung sind betroffen. Oft sind die Symptome gering. Für viele Menschen sind Kopfschmerzen, Übelkeit oder Schlaflosigkeit im Alltag normal. Einen zu hohen Blutdruck merken viele nur während starken körperlichen Anstrengungen, zum Beispiel beim Sport oder harter körperlicher Arbeit. Doch zu hoher Blutdruck kann die Gefahr von Herzinfarkten und anderen Herzkrankheiten erhöhen, besonders bei längerem Bestehen von zu hohem Bluthochdruck.

Die Normwerte des Blutdruckes: Was ist normal?

Obwohl die Blutdruckwerte immer wieder variieren können, gibt es doch einen Optimalwert. Dieser liegt bei Erwachsenen bei einem Druck von 120/80 mmHg, bei Kindern ist er meist etwas niedriger. Aber was sagen diese Messwerte aus, was bedeuten sie? Der erste Wert entspricht dem Druck, der in den Gefäßen besteht, wenn das Herz sich zusammenzieht (Systole) und das Blut durch die Aorta in den Körperkreislauf pumpt. Der untere Wert (Diastole) ist der Gefäßdruck, während sich das Herz wieder mit Blut füllt. Da der Blutdruck von vielen Faktoren, wie Aktivität, Ess- und Trinkverhalten oder aktuellem Gesundheitszustand abhängig ist, schwankt er immer wieder. Werte von 100 bis 130 in der Systole können also durchaus normal sein. Erst ab Werten von 140/90 beginnen Experten von einer Hypertonie, also Bluthochdruck, zu sprechen. Wer einen zu hohen Blutdruck feststellt, muss sich erst einmal wenig Sorgen machen. Oft sind, körperliche Anstrengungen oder Stress der Auslöser. Sollten die erhöhten Werte jedoch länger anhalten oder mit starken Symptomen, wie Kopfschmerzen, Schwindel oder Übelkeit verbunden sind, ist es angezeigt, einen Arzt aufzusuchen.

Symptome bei Bluthochdruck

Die Symptome, die Menschen mit einem zu hohen Blutdruck entwickeln, können unterschiedliche Ausprägungen erreichen. Eine besondere Schwierigkeit besteht durch die schleichende Entwicklung: Viele, die länger unter Hypertonie leiden, sehen die Beschwerden häufig als alltäglich und normal an, statt die Erkrankung zu bemerken.
Die häufigsten Symptome sind:

  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Übelkeit
  • schnelle Ermüdung
  • deutliche Rotfärbung der Haut, vor allem des Gesichts
  • Schlafstörungen
  • Nervosität
  • Kurzatmigkeit
  • Wassereinlagerungen in den Extremitäten

Vor allem Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit bis hin zum Erbrechen, mitunter Sehstörungen sind bei besonders starkem Bluthochdruck deutliche Anzeichen der Erkrankung.
Längerfristiger Bluthochdruck äußert sich eher in Schlaflosigkeit, Kurzatmigkeit, schneller Ermüdung und Wassereinlagerung in den Extremitäten.

Ein erschöpfter Mann misst seinen Blutdruck und hält sich dabei den Kopf. (Hypertension)

Symptome wie Kopfschmerzen, Schwindel oder Übelkeit können mit Hypertonie in Verbindung stehen. Mit einem automatischen Blutdruckmessgerät kann der Blutdruck selbstständig präzise kontrolliert werden.

Hypertonie: Warum?

Wer die Frage stellt, warum der Blutdruck zu hoch ist, wird nicht immer eine Antwort bekommen. Oft handelt es sich nämlich um eine essentielle, oder auch primäre Hypertonie. Ist dies der Fall, ist keine Grunderkrankung als Auslöser zu finden. Bei anderen Formen hingegen sind Vorerkrankungen, Vererbung oder Medikamentennebenwirkungen für die Hypertonie verantwortlich. Unabhängig von der Form der Hypertonie begünstigen diverse Faktoren eine Veränderung des Blutdruckes. Bewegungsmangel, Übergewicht oder starker Stress treiben den Blutdruck ebenso nach oben, wie z.B. Vorerkrankungen, die sich aus Alkohol- und Zigarettenkonsum ergeben.

Blutdruck kontrollieren: Worauf ist zu achten?

Wer das Gefühl hat, immer wieder Symptome von zu hohem Blutdruck bei sich zu entdecken, ist gut beraten, regelmäßig den Blutdruck kontrollieren. Dies kann der Hausarzt oder die Apotheke übernehmen. Eine weiter Möglichkeit ist es, den Blutdruck eigenständig zu messen: Präzise Messgeräte für den Oberarm und das Handgelenk sind bereits für kleines Geld zu bekommen. Wichtig ist es jedoch, möglichst zu gleichen Zeiten zu messen, denn auch der Blutdruck hat einen Tagesrhythmus, so dass Werte nur vergleichbar sind, wenn die Messzeiten eingehalten werden. Es sollten zudem vor dem Messen Anstrengungen oder Stress vermieden werden. Denn dies können den Blutdruck in die Höhe treiben und die Werte verfälschen. Die besten Ergebnisse lassen sich in Ruhe erzielen.

Der Blutdruck ist zu hoch: Was heißt das?

Die Blutdruckwerte wurden über einen längeren Zeitraum erfasst und sind wiederholt über 140/90? Dann scheint eine so genannte Hypertonie vorzuliegen. Ein Besuch beim Hausarzt ist empfehlenswert. Vor allem, wenn neben den Messergebnissen auch Symptome auftreten, ist eine ärztliche Abklärung unerlässlich.

Aber was ist bei einmalig zu hohen Ergebnissen? Auch diese können viele Probleme verursachen. Besonders bei schnellen, akuten Blutdruckanstiegen kann es zu ausgeprägten Symptomen, im schlimmstem Fall auch zu Bewusstlosigkeit und nachhaltigen Schädigungen kommen. In solchen Fällen ist eine Alarmierung von Rettungsdienst und Notarzt unumgänglich.

Hypertensive Krise: Wenn der Blutdruck durch die Decke schießt.

In einigen Fällen kommt es vor, dass der Blutdruck weit über die normalen Werte steigt. solche hypertensiven Entgleisungen können durch Sport oder besondere Belastungen, zu weilen aber auch ohne Grund auftreten. Dies betrifft oft Menschen, die durch Vorerkrankungen und ungesunde Lebensweisen, wie viel fettes Essen oder starken Alkohol- und Tabakgenuss vorgeschädigt sind. Die dt. Gesellschaft für Kardiologie spricht ab einem Wert von 180/120 von einer hypertensiven Krise, europaweit liegt die Definitionsgrenze bei einem Blutdruck von 230/120 mmHg. Solch eine hypertensive Krise ist nicht zwingend kritisch. Häufig reicht es aus, körperliche Anstrengungen auf ein Minimum zu reduzieren, so dass der Körper die Möglichkeit hat, den Blutdruck auf natürlichem Weg zu senken. Sollte eine hypertensive Krise jedoch mit deutlichen Krankheitssymptomen einhergehen oder den Körper zu stark belasten, kann die Alarmierung von Rettungsdienst und Notarzt notwendig werden. Vor allem bei starken Schmerzen, z.B. starken Kopfschmerzen und Sehstörungen, aber auch bei Bewusstseinsstörungen oder starkem Schwindel oder anderen ungewohnt starken Beschwerden sind weitere Erkrankungen nicht auszuschließen.

Hypertensiver Notfall: Ein akuter Notfall!

Eine hypertensive Krise kann sich zu einem so genannten hypertensiven Notfall entwickeln, wenn der hohe Blutdruck Organe schädigt und lebensgefährliche Erkrankungen auslöst. Neben dem Herzen und den Blutgefäßen kann auch die Lunge betroffen sein. Auch ein Schlaganfall kann durch massiv erhöhten Blutdruck hervorgerufen werden. In solchen Situationen ist ein sofortiges Eingreifen von Spezialisten notwendig, um das Leben der betroffenen Person zu retten. Wenn also der Verdacht besteht, dass zu hoher Blutdruck eine lebensgefährliche Situation ausgelöst hat, zum Beispiel, weil der oder die Betroffene plötzlich weniger Luft bekommt oder Schmerzen in der Brust entwickelt, zögern Sie auf keinen Fall, den Rettungsdienst zu alarmieren. Der Notarzt kann oft schon vor Ort beginnen, den Blutdruck zu senken und damit weiteren Schaden verhindern.

Gefahren bei längerfristiger Hypertonie

Tritt Bluthochdruck über einen längeren Zeitraum auf, so werden auch andere Erkrankungen des Herzkreislaufsystems begünstigt. Das Risiko einer Folgeerkrankung steigt enorm. Der hohe Druck schädigt Gefäße und Organe. Im Gegensatz zum hypertensiven Notfall sind die Symptome nicht sofort zu erkennen und erweitern sich oftmals schleichend. Dennoch ist die Gefahr durch die Hypertonie nicht zu unterschätzen. Besonders in Kombination mit anderen Grunderkrankungen kann eine Hypertonie zu schweren gesundheitlichen Schäden führen.

Beispiele für Schäden durch Hypertonie

Schaden am Herzen:
Durch einen erhöhten Druck wird natürlich auch die Belastung des Herzens gesteigert. Das Herzen muss gegen den hohen Druck anarbeiten, die Herzmuskeln ermüden zunehmend. Die Gefahr von Herzinsuffizienz und Herzinfarkten steigt dramatisch.

Schaden im Gehirn:
Durch den hohen Druck kommt es auch zu einer starken Belastung der Gefäße im Bereich des Gehirns. Entsprechend steigt auch das Risiko eines Schlaganfalles – eine lebensgefährliche Erkrankung.

Schaden am Gefäßsystem:
Vor allem das Gefäßsystem, das dem hohen Druck ausgesetzt ist, wird besonders
belastet. Das kann schnell zur Überlastung führen. Aneurysmen sind z.B. die Folge.

Bluthochdruck: Was kann getan werden?

Kopfschmerzen, Übelkeit oder starke Abgeschlagenheit – nicht selten stellen sich kleinere Symptome während des Besuches beim Hausarzt als erste Auswirkungen von Bluthochdruck heraus. Wer diese Diagnose erhält, muss seinen Blutdruck senken, um Langzeitschäden zu vermeiden. In Absprache mit dem Hausarzt ist es jedoch nicht immer notwendig, Medikamente einzunehmen, um einen Normalblutdruck herzustellen. Oft hilft auch eine bewusste Umstellung der Lebensumstände.

Eine Ärztin misst den Blutdruck einer jungen Frau.

Auch junge Menschen können unter Bluthochdruck leiden. Stress und hohe Belastungen können  ein Grund für Hypertonie  in frühen Jahren sein.

Gesunde Ernährung

Durch die richtige Ernährung kann der Gesundheit viel Gutes getan werden. Nicht nur der Blutdruck kann reguliert werden, auch andere Erkrankungen werden durch eine ausgewogene, vielfältige Ernährung verhindert.

Wer bereits unter Hypertonie leidet, sollte besonders auf den Salzgehalt der Nahrung achten. Denn Salz steht in dringendem Verdacht, den Blutdruck zu beeinflussen. So kann eine salzreiche Ernährung den Blutdruck in die Höhe treiben. Da Salze für den Körper allerdings lebenswichtig sind, ist auch eine extreme Reduktion des Salzgehaltes gefährlich. Eine Möglichkeit ist es also, beim Zubereiten der Hauptmahlzeiten die Menge an Salz zu reduzieren und stattdessen auf Gewürze z.B. aus der mediterranen Küche zurückzugreifen.

Sport und Bewegung: Gut für die Gesundheit

Sport und Bewegung sind sicherlich der anstrengendste Weg, die Gesundheit zu fördern. Dennoch ein sportlich-gesunder Körper in der Lage, mehr Krankheiten zu trotzen. Vor allem Ausdauersport kann Blutdruckprobleme beheben. Vielen Untrainierten fehlt zudem die Motivation zu Joggen oder im Fitnessstudio zu trainieren. Dennoch: das Überwinden des inneren Schweinehundes wird zu einer deutlichen Verbesserung der Gesundheit führen.

Allerdings sollte, wer mit Sport beginnt, darauf achten, sich nicht zu übernehmen. Das Ziel des Sports ist nicht, den Körper zu überfordern, sondern die Muskeln zu trainieren und langsam, aber sicher den Fettgehalt des Körpers zu verringern.
Wer keine Motivation aufbringen kann, Sport zu treiben, hat auch die Möglichkeit, durch ausreichende Bewegung seine Gesundheit zu verbessern. Lange, ausgeglichene Spaziergänge können das Herz-Kreislauf-System ebenso fördern.

Alkohol und Nikotin: Gefährliche Suchtmittel

Das Nikotin und Alkohol schädlich sind, ist durchaus bekannt. Auch Coffein kann eine negative Wirkung auf den Blutdruck haben. Alle drei fördern zudem Maßgeblich die Entstehung von gefährlichen Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Nikotin erhöht das Risiko für Folgeerkrankungen wie Schlaganfälle, Herzinfarkte und Gefäßerkrankungen, wie Thrombose. Alle diese Erkrankungen werden durch hohen Blutdruck begünstigt, so dass die Gefahr einer lebensgefährlichen Gefäßerkrankung signifikant steigt.

Alkohol hingegen ist ein Zellgift, welches bei längerem oder stärkerem Konsum den Blutdruck in Richtung einer Hypertonie verschieben kann. Dennoch muss nicht vollständig auf Bier, Wein und Co. verzichtet werden. Die deutsche Hochdruckliga sieht einen Konsum von weniger als 20g reinen Alkohol bei Frauen und 30g bei Männern als ungefährlich an. Zum Vergleich: Ein Glas Bier enthält zwischen 10 und 15 g Alkohol.

Erhöhter Blutdruck durch Koffein?

„Trink‘ nicht so viel Kaffee. Das treibt nur den Blutdruck nach oben!“ Leidenschaftliche Kaffeetrinker hören solche Aussagen häufiger. Aber was ist an dem Mythos Coffein dran? Tatsächlich ist die Gefahr einer Hypertonie geringer als viele denken. Denn der Anstieg des Blutdruckes ist nur minimal und zeitlich begrenzt. Menschen, die viel Kaffee oder koffeinhaltige Getränke konsumieren, spüren diesen Anstieg kaum noch. Wer jedoch nur selten Koffein zu sich nimmt, wird die Wirkung deutlicher spüren. Dennoch sollten vor allem Patienten mit ausgeprägter Hypertonie ihren Koffeinkonsum im Blick behalten. Denn schon kleinere Blutdruckanstiege können bei vorhandener Erkrankung die Symptome deutlich verschlimmern.

Stressfaktoren aus dem Leben entfernen

Bei Bluthochdruck kann Stress ein wichtiger Auslöser sein. Oft durch besondere Belastungen im Alltag hervorgerufen, ist Stress ein Faktor, auf den Einfluss genommen werden kann. Erster Schritt ist die Erkenntnis, dass Stress und zu hohe Belastungen vorhanden und belastend sind. Danach gilt es, nach und nach die Gründe für den Stress zu eliminieren. Außerdem sollten sich Betroffene eingestehen, dass das eigene Leistungspensum erreicht ist und für viele Tätigkeiten mehr Zeit und Ruhe einzuplanen ist. Zudem können entspannte Spaziergänge am Ende des Tages für Entspannung sorgen.

Nicht ohne meinen Hausarzt!

Blutdruckveränderungen sollten nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Aus diesem Grund ist vor allem bei längerfristiger Symptomatik ein Besuch beim Hausarzt die richtige Wahl. Dieser berät über mögliche Veränderungen im Alltag, die Hypertonie und krankhaften Blutdruckveränderungen vorbeugen können.

 

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Flüssigkeitsmangel, Exsikkose und Dehydration: Wenn der Mensch zu wenig trinkt

Flüssigkeitsmangel, Exsikkose und Dehydration: Wenn der Mensch zu wenig trinkt

Der menschliche Körper besteht zu ca. 60% aus Wasser. Bei einem Körpergewicht von 75 Kilo sind das beeindruckende 45 Kilo Wasser. Bereits ein Flüssigkeitsmangel von zehn Prozent kann zu dramatischen Auswirkungen auf den Körper führen.

Ein Liter, zwei Liter? Wie viel Flüssigkeit ist genug?           

So verschieden wie die Menschen sind, so unterschiedlich ist auch der Bedarf an Flüssigkeit. Wo einer mit wenig auskommt, benötigen andere die doppelte oder sogar die dreifache Menge an Wasser, um einem Flüssigkeitsmangel vorzubeugen. Wichtig ist, bei den ersten Anzeichen von Flüssigkeitsmangel sofort zu reagieren. Wer dennoch einen ungefähren Richtwert benötigt, um sich sicher zu fühlen, der sollte täglich ungefähr zwei Liter trinken.
Es gibt jedoch auch Umstände, die den Flüssigkeitsbedarf stark verändern.

Flüssigkeitsverlust durch Anstrengung

Um eine positive Flüssigkeitsbilanz zu erreichen, ist es wichtig, bei hoher Belastung die Menge an Wasser und anderen Getränken anzupassen. Denn besonders bei anstrengenden Aktivitäten ist es wichtig, Flüssigkeitsverluste zu verhindern. Ansonsten können z.B. Schwindel durch Flüssigkeitsmangel die Folge sein. Die Ursache: Sport und körperliche Arbeit treiben die Schweißbildung nach oben. Der Körper versucht, durch eine erhöhte Wasserabgabe über die Haut, die Temperatur zu regulieren und sich selbst abzukühlen. Um gesund und leistungsfähig zu bleiben ist es notwendig, die Flüssigkeitszufuhr zu erhöhen. Abhängig vom Energieverbrauch des Körpers kann es also sein, dass der Körper literweise Flüssigkeit benötigt.

Ein Handwerker sitzt erschöpft und schwitzend in der Sonne und trinkt Wasser
Sonne und körperliche Belastung führen schnell zu Dehydration. Handwerker und Sportler sind besonders häufig betroffen.

Wie viel Flüssigkeitsverlust kann ein Mensch verkraften?

Üblicherweise treten die ersten Symptome einer Dehydration bei einem Flüssigkeitsverlust von ungefähr fünf Prozent auf. Durst und eine leichte Trockenheit der Schleimhäute sind die ersten Symptome. Noch ist der Flüssigkeitsmangel nicht gefährlich. Dennoch ist es sinnvoll, bereits frühzeitig zu reagieren und mit ausreichend Flüssigkeit dem Durstgefühl entgegenzuwirken. Denn die Symptome werden bereits ab ungefähr sieben Prozent Flüssigkeitsverlust ernster. Schwindel, eine leichte Übelkeit, und verminderte Urinbildung sind die Folge. Auch eine zu schnelle Herzfrequenz, eine Tachykardie, kann die Folge sein. Wer jetzt nicht handelt, riskiert eine schwere Dehydration mit Schocksymptomen und Kreislaufproblemen. Starke Übelkeit und sogar Erbrechen  treten auf, mit zunehmendem Flüssigkeitsverlust ist ab ungefähr 12 Prozent auch mit Bewusstseinsstörungen, und Kreislaufstörungen mit Synkopen und Bewusstlosigkeit zu rechnen. Zu diesem Zeitpunkt ist es häufig kaum noch möglich, die Beschwerden selbst in den Griff zu bekommen, ein Arztbesuch wird unumgänglich.
Achtung: Vor allem an heißen Tagen kann sich eine starke Dehydration schnell durch einen Hitzschlag äußern.

Exsikkose oder Dehydration?

Flüssigkeitsmangel ist aus medizinischer Sicht  in zwei Erkrankungen aufgegliedert. Dehydration und Exsikkose. Ersteres ist bekannt und wird auch im privaten Sprachgebrauch immer wieder verwendet. Der zweite Begriff wird nur wenigen ein Begriff sein. Dennoch bezeichnet Exsikkose im Grunde eine massive Dehydration. Exsikkierte Personen können wesensverändert, schläfrig, verwirrt und kreislaufinstabil sein. Häufig sind alte Menschen betroffen, denen das Durstgefühl fehlt.

Flüssigkeitsmangel erkennen

Um einem Flüssigkeitsmangel entgegen zu wirken, muss dieser erst einmal erkannt werden. Ist man selbst betroffen, ist dies recht einfach. Die Symptome sind klar und deutlich: Kopfschmerzen, Schwindel oder Übelkeit sind in der Selbstdiagnostik klar zu erkennen. Aber auch bei anderen ist es möglich, durch zwei einfache Tests zu erfahren, ob eine Person an Flüssigkeitsmangel  leidet:

  1. Die Nagelbettprobe
    Mit der Nagelbettprobe wird die Durchblutung der Arme und Beine getestet. Da ein Flüssigkeitsverlust sich auch auf die Kreislaufsituation und entsprechend auf die Durchblutung niederschlägt, kann man mit der Nagelbettprobe auch Rückschlüsse auf den Flüssigkeitshaushalt schließen.
    Bei der Nagelbettprobe wird für eine Kurze Zeit Druck auf das Nagelbett ausgeübt. Durch diesen Druck wird das Blut verdrängt und das Nagelbett erscheint weiß. Nach Ende des Drucks sollte nach innerhalb von  zwei Sekunden eine normale Färbung zurückgekehrt sein. Ist das nicht der Fall, liegt eine Störung vor, die häufig in einem Flüssigkeitsmangel begründet ist.
  2. Der Hautfaltentest
    Ist eine Person stark dehydriert, so wird die Haut zunehmend unflexibel. Beim Bilden einer Hautfalte auf dem Handrücken wird die entsprechende Haut bei Dehydration und Exsikkose als Falte stehen bleiben, statt sich wieder glatt an die Hand anzupassen. Dieses Zeichen verdeutlicht den Mangel an Wasser in den einzelnen Zellen.

Kann ich zu viel Flüssigkeit zu mir nehmen?

Ja, das kann passieren, ist aber sehr unwahrscheinlich. dennoch:  Auch zu viel Flüssigkeit kann schädlich sein. Aber als gesunder Mensch ist es ausgesprochen schwierig, so viel zu trinken, dass die Menge des Wassers schädlich ist. Die Gefahr für gesunde Menschen liegt vor allem in einer so genannten Hyponatriämie, also einem Natriummangel im Blut. Dieser Mangel führt im schlimmsten Fall zu Krampfanfällen und starken Kreislaufproblemen. Diese Erkrankung tritt jedoch selten auf. Und meist nur bei besonders ehrgeizigen Sportlern. Voraussetzung ist nämlich ein starker Natriummangel, wie es zum Beispiel bei extremen Schwitzen möglich ist. Aber auch das allein reicht nicht aus, um eine Hyponatriämie herbeizuführen. Der Sportler muss zudem noch viel natriumarme Flüssigkeit, zum Beispiel Leitungswasser, zu sich nehmen. Erst wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, ist es möglich, dass genug Natrium aus dem Körper gespült wird, um schwerwiegende Erkrankungen hervorzurufen.

Achtung, Vorerkrankungen!

Anders ist es natürlich bei Menschen mit Vorerkrankungen. Niereninsuffizienz oder Herzkrankheiten zum Beispiel gehen oft mit einer Begrenzung der täglichen Flüssigkeitsmenge einher, da eine Mehraufnahme die bereits vorgeschädigten Organe zerstören kann. Wenn also Erkrankungen im Nieren- oder Herzkreislaufsystem bestehen, sollte die benötigte Flüssigkeitsmenge unbedingt in Absprache mit einem Arzt eingestellt werden. Dies gilt natürlich auch für andere chronische Erkrankungen, bei denen ein Laie nicht sicher ist, ob der Wasserhaushalt betroffen sein könnte.

 

Foto: Fotolia/Jürgen Fälchle
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Stress verursacht Beschwerden

Stress verursacht Beschwerden

Dass dauerhafter Stress ungesund ist, wissen die meisten bereits. Doch wodurch fühlen sich die Deutschen besonders gestresst und über welche Beschwerden klagen sie?
Eine Studie der pronovaBKK hat gezeigt: Insgesamt leiden fast 86 Prozent der Bürger an Stressfaktoren am Arbeitsplatz. Die Hauptursachen sind ständiger Termindruck, ein schlechtes Arbeitsklima, emotionaler Stress und Überstunden. Hinzu kommt, dass nur 38 Prozent der Angestellten sich täglich ausreichend Zeit für eine ordentliche Pause nehmen.
„Arbeitgeber sollten bedenken, dass auch reine Schreibtischtätigkeiten die körperliche Gesundheit ihrer Mitarbeiter beeinträchtigen kann“, so Petra Timm vom Personaldienstleister Randstad. „Termindruck, zu kurze Pausen, wenig Bewegung oder falsch eingestellte Schreibtische machen auf Dauer krank.“
So gaben 67 Prozent der Befragten an, regelmäßig unter Nackenverspannungen zu leiden. Über Rückenschmerzen klagen mit 63 Prozent fast ebenso viele. Weitere Beschwerden sind Schmerzen in Schultern, Armen und Händen sowie Kopfschmerzen.
„Die Zahlen zeigen, dass im Büro das Thema Gesundheit ernster genommen werden muss“, erklärt Petra Timm. „Das, was auf Baustellen die Helmpflicht zum Schutz der Gesundheit ist, sollten bei Arbeiten am Schreibtisch die regelmäßigen und ausreichend langen Pausen sein.“ (Advertorial)
Foto: nenetus/Fotolia/randstad