Mangelernährung: Essen und Trinken bei Demenz

Mangelernährung: Essen und Trinken bei Demenz





Mit Genuss gegen Mangelernährung

Für Demenzkranke wird Ernährung oft zum Problem. Zu den frühen Störungen bei einer Demenz gehört unter anderem, dass der Appetit schwindet und Essen nicht mehr schmeckt, später vergessen die Betroffenen ihre Mahlzeiten und verlernen, wie sie die Nahrung zu sich nehmen müssen. Dies kann eine Mangelernährung zur Folge haben. Angehörige können jedoch viel dafür tun, damit Demenzkranke ausreichend mit Nährstoffen versorgt werden. So regt ein schön gedeckter Tisch in entspannter Atmosphäre zum Essen an. Hilfreich ist auch, Speisen und Getränke in kräftigen Farben anzubieten. Bewährt hat sich das Einfärben mit rotem Trauben-, Kirsch- oder Holundersaft. Werden herzhafte Speisen gesüßt, schmecken sie vielen besser. Um den erhöhten Energiebedarf von Demenzkranken zu decken, kann Trinknahrung eine zusätzliche Lösung sein. Sie liefert viel Energie und alle essenziellen Nährstoffe in konzentrierter Form und ist in vielen Geschmacksrichtungen erhältlich. Welche Menge davon täglich erforderlich ist, sollte der Hausarzt entscheiden. Stellt er ein Rezept aus, werden die Kosten von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet. (Advertorial)

Gesund leben, gesunde Ernährung, Gesundheitstipps

Foto: Squaredpixels/istock

Multiresistente Keime werden zunehmend zum Problem

Multiresistente Keime werden zunehmend zum Problem

Multiresistente Keime führen dazu, dass wichtige Antibiotika beim Menschen ihre Wirkung verlieren. Dies hat wiederum zur Folge, dass Ärzte bestimmte Krankheiten nicht mehr behandeln können. Allein im letzten Jahr sind in der EU circa 33.000 Menschen aufgrund von resistenten Keimen gestorben. Eine große Rolle für die Ausbildung von Multiresistenzen spielt unter anderem der massive Einsatz von Antibiotika in der Nutztierhaltung. Verbraucher nehmen dies mittlerweile als ernsthafte Bedrohung wahr und fordern genau wie Fachleute und Wissenschaftler eine deutliche Reduzierung des Antibiotikaeinsatzes in der Landwirtschaft. Industrie, Handel und Politik bemühen sich seit Jahren eine einheitliche Regelung zu finden, dennoch kommen jedes Jahr immer noch fast 800 Tonnen Antibiotika in deutschen Ställen zum Einsatz. Dass es auch anders geht, zeigt Dänemark. Dort sind Landwirte in der Lage, Fleisch aus 100 % antibiotikafreier Aufzucht zu liefern. Dafür müssen hohe Standards eingehalten werden, die vor allem eine intensive Betreuung der Tiere gewährleisten. In Deutschland hat die Privat-Fleischerei Reinert einen ersten Schritt gemacht. Unter der Marke HerzensSache bietet Reinert Wurstprodukte aus 100 % antibiotikafreier Aufzucht an. Das Fleisch hierfür stammt ebenfalls aus Dänemark, da in Deutschland bislang noch nicht die benötigten Mengen zur Verfügung stehen. Um dies zu ändern, ist es wichtig, dass das Bewusstsein für die Problematik sowohl innerhalb der Branche als auch beim Verbraucher zunimmt.

Kampf gegen multiresistente Keime

Multiresistente Keime (MRSA) werden zunehmend zum Problem. Die Zahl der Todesfälle durch MRSA-Infektionen ist in den letzten Jahren immer weiter gestiegen, da wichtige Antibiotika durch sie ihre Wirkung verlieren – allein im letzten Jahr waren es 33.000 Todesfälle innerhalb der EU. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist eine von drei Hauptursachen der massive Einsatz von Antibiotika in der Nutztierhaltung. Wie eine aktuelle Repräsentativbefragung zeigt, fühlen sich rund zwei Drittel der Deutschen nur unzureichend gegen diese Gefahr geschützt. Wenn es um den Kampf gegen Multiresistenzen geht, sieht eine deutliche Mehrheit die Lebensmittelproduzenten (89%) in der Verantwortung, dicht gefolgt von Politik (86%) und Landwirtschaft (84%). „Die Ergebnisse zeigen, dass es höchste Zeit für ein Umdenken beim Einsatz von Antibiotika in der Nutztieraufzucht ist. Mit der Einführung unserer Marke HerzensSache, für die wir Fleisch aus 100 % antibiotikafreier Aufzucht verarbeiten, zeigen wir, dass konkrete Lösungen machbar sind“, so Hans-Ewald Reinert, geschäftsführender Gesellschafter der Reinert Privat-Fleischerei. Erstaunlich: Bislang gibt es in Deutschland noch keine Betriebe, die antibiotikafreie Aufzucht in größerem Stil gewährleisten können. Um Wurstwaren aus antibiotikafreier Aufzucht auch hierzulande anbieten zu können, arbeitet Reinert daher mit spezialisierten Landwirten aus Dänemark zusammen.

Bewusster Fleichkonsum kann viel bewegen

Kaufentscheidungen haben nicht nur Einfluss auf das eigene Portemonnaie, sondern auch auf die Welt, in der wir leben. Denn was gekauft wird, wird produziert – und das ist nicht immer zum Besten für Umwelt und Gesundheit. Bis antibiotikafreie Zucht als Standard in der Branche etabliert ist, wird es noch eine Weile dauern, aber die Nachfrage steigt. Und es sind vor allem jüngere Verbraucher, die sich durch ihre Kaufentscheidung gegen den massiven Einsatz von Antibiotika in der Landwirtschaft aussprechen – ein wichtiger Schritt, um der Entwicklung multiresistenter Keime entgegenzuwirken. 

Foto: Reinert Privat-Fleischerei

Mangelernährung vorbeugen: Aufbauen statt abbauen

Mangelernährung vorbeugen: Aufbauen statt abbauen

Beim Essen geht es nicht nur um Nahrungsaufnahme, sondern auch um Genuss, Freude und Lebensqualität. Mit zunehmendem Alter verändert sich dies: der Appetit lässt nach, das Geschmacksempfinden verändert sich, Kauen oder Schlucken können schwerer werden. Bevor es deswegen zu einer Unterversorgung mit Nährstoffen kommt, sollte der tägliche Speiseplan mit Trinknahrung ergänzt werden, um Versorgungslücken aufzufüllen. Die schmackhaften Helfer aus der Apotheke enthalten in einem relativ kleinen Volumen einen hohen Gehalt an Energie und allen wichtigen Nährstoffen.
Trinknahrung gibt es heute von süß bis herzhaft in vielen Geschmacksrichtungen. Sie kann beispielsweise auch unter Joghurt, Quarkspeisen oder Pudding gerührt werden und gibt so die wichtige Extraportion Nährstoffe. In neutralen Varianten eignet sie sich sehr gut zum Einrühren in Soßen, Suppen oder Kartoffelbrei. Auch energiereiche Fruchtshakes lassen sich ganz einfach mit Trinknahrung und pürierten Früchten herstellen. Und Kaffeeliebhaber können ihre Kaffeesahne damit ersetzen.
Wie viel Trinknahrung zusätzlich zum normalen Speiseplan notwendig ist, entscheidet der Hausarzt. Stellt er ein Rezept aus, werden die Kosten von der Krankenkasse erstattet.

Ein älterer Mann sitzt glücklich mit seinen Familienangehörigen auf dem Sofa. Mangelernährung ist für ihn kein Problem mehr.

Eiweiß ist wichtig für Muskelkraft und Körperfunktionen. Mit Trinknahrung lässt sich der tägliche Bedarf besonders leicht ergänzen.

Den Vitaminspeicher wieder auffüllen

Appetitlosigkeit ist ein weit verbreitetes Problem im Alter. Hinzu kommt, dass Mahlzeiten, die früher gut schmeckten, nun oft als „fad“ empfunden werden. Schuld daran ist der Geschmackssinn, der sich mit dem Alter verändert. Auch Kau- oder Schluckbeschwerden, die Einnahme von Medikamenten, Krankheiten und damit einhergehende Schmerzen beeinträchtigen häufig eine ausreichende Einnahme von Mahlzeiten. Medizinische Trinknahrungen können wirkungsvoll die Versorgung mit Kalorien, Eiweiß sowie Vitaminen und Mineralstoffen unterstützen.
Hochkalorische Trinknahrung aus der Apotheke kann sowohl ergänzend zum normalen Essen als auch zur ausschließlichen Ernährung verwendet werden. Sie ermöglicht es, schnell und gesund Gewichtsverluste zu verlangsamen oder zu stoppen. Denn viele Menschen mit Problemen bei der Nahrungsaufnahme finden es leichter, etwas zu trinken als etwas zu essen.

Bewegung und Eiweiß halten im Alter fit

Mit zunehmendem Alter nimmt die Muskelmasse ab, Kraft und Leistungsfähigkeit schwinden. Meist ist dadurch auch die Mobilität und Bewegung eingeschränkt. Was früher leicht von der Hand ging, kann plötzlich nur noch unter Anstrengung erledigt werden. Die Gefahr von Stürzen und Knochenbrüchen steigt. Wer dem entgegenwirken möchte, braucht Bewegung und Eiweiß.
Schon 90 Minuten ausgiebige Bewegung in der Woche haben positive gesundheitliche Effekte. Milchprodukte, Fisch, Eier sowie Getreide und Hülsenfrüchte liefern wertvolles Eiweiß und sollten daher auf dem täglichen Speiseplan stehen. Der Bedarf kann im Alter jedoch nicht immer über diese Lebensmittel gedeckt werden. Eine Lücke in der Versorgung mit Eiweiß oder anderen essenziellen Nährstoffen kann mit einem Energiemangel einhergehen. Diese Versorgungslücken lassen sich schnell und unkompliziert mit Trinknahrung aus der Apotheke schließen. Verschiedene Geschmacksrichtungen sorgen für abwechslungsreichen Genuss.

Ein älteres Paar sitzt gemeinsam mit ihren Enkelkindern zum essen am Tisch. Mangelernährung stellt für die beiden kein Problem mehr dar.

Ältere Menschen haben oft weniger Appetit. Ernährungslücken lassen sich mit Trinknahrung aus der Apotheke schnell schließen. Sie steigert die Energie- und Nährstoffaufnahme und verbessert so die Lebensqualität.

Gut ernährt zu mehr Lebensqualität

Viele Senioren neigen zu einer frühzeitigen Sättigung und essen nur noch kleine Portionen. Wer körperlich nicht mehr so aktiv ist, braucht zwar grundsätzlich weniger Kalorien, jedoch bleibt der Bedarf an Eiweiß, Vitaminen, Spurenelementen und Mineralstoffen unverändert bzw. steigt beim Eiweiß sogar an. Die Auswahl der richtigen Lebensmittel ist deshalb in diesem Alter besonders wichtig.
Auf den Tisch sollten bevorzugt Speisen kommen, die eine große Nährstoffdichte, also viele lebensnotwendige Nährstoffe in einer Portion haben. Dazu gehören Gemüse, Obst, Vollkorngetreide- und Milchprodukte genauso wie fettarmes Fleisch, Fisch, Geflügel und Eier. Zudem kann das Anreichern von Saucen, Suppen und Breien mit hochwertigen Pflanzenölen oder gemahlenen Nüssen eine Unterversorgung bessern. Oft ist auch Trinknahrung eine sinnvolle Ergänzung. Bereits kleine Portionen enthalten so viele Kalorien und lebenswichtige Nährstoffe wie eine vollwertige Mahlzeit. Ob die Trinknahrung als Ersatz oder Ergänzung zu einer ausreichenden Ernährung eingenommen wird, sollte ein Hausarzt oder Ernährungsberater entscheiden.
Auf Genuss muss dabei nicht verzichtet werden: Die Trinknahrungen gibt es in verschiedenen Geschmacksrichtungen von süß bis herzhaft. Sie sind rezeptfrei erhältlich, können aber vom Arzt verschrieben werden, wenn eine Mangelernährung festgestellt wird. Weitere Informationen hierzu finden Betroffene und Angehörige im Internet unter www.trinknahrung.pro (Advertorial)
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Gesunde Ernährung: Zuckeralternativen

Gesunde Ernährung: Zuckeralternativen

Honig, Stevia oder Kokoszucker?

Zucker steckt in Süßigkeiten und Schokolade, in Joghurt, Brot und Fertiggerichten. Und: Die Deutschen essen immer mehr davon. 35 Kilogramm sind es im Durchschnitt pro Jahr und pro Person. Das liegt deutlich über dem Wert, den die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt. Das Problem: Zu viel Zucker kann uns krank machen. Immer mehr Verbraucher greifen daher zu süßen Alternativen. Welche davon die bessere Wahl sind, haben die Experten vom Ratgeberportal Prinz-Sportlich.de unter die Lupe genommen. Honig, Agavendicksaft und Ahornsirup zählen zu den Klassikern: Sie bestehen zum größten Teil aus Glucose und Fructose, lassen aber den Blutzuckerspiegel langsamer ansteigen als Industriezucker – wodurch es seltener zu Appetitattacken kommen soll. Allerdings steht Fructose im Verdacht, Diabetes und andere Stoffwechselstörungen zu fördern. Stevia ist für Diabetiker und Abnehmwillige eine interessante Alternative, denn es hat einen glykämischen Index von 0 und wirkt sich nicht auf den Insulinspiegel aus. „In der Praxis stellt sich allerdings schnell heraus, dass Stevia oft einen gewöhnungsbedürftigen, bitteren Beigeschmack hinterlässt“, weiß Fitness-Spezialist Till Schiffer von Prinz-Sportlich.de. Xylit sieht aus wie normaler Zucker, schmeckt auch fast so, ist aber kein Zucker. Der biochemisch produzierte Zuckeralkohol ist natürlichen Ursprungs, nahezu kalorienfrei, wirkt in größeren Mengen allerdings blähend und abführend. Achtung beim Kauf: Hochwertiges Xylit wird aus Birkenholz hergestellt, das qualitativ minderwertige aus Abfällen von Maiskolben. Kokosblütenzucker hat eine leichte Karamell-Note, schmeckt aber nicht nach Kokos. Er wirkt sich weniger als Zucker auf den Insulinspiegel aus, liefert einige Vitamine und Mineralien und hat zudem weniger Fructose als viele andere Zuckeralternativen. Dafür ist der Anschaffungspreis vergleichsweise hoch. Generell gilt: Süßungsmittel in Maßen verwenden und wann immer es geht, auf die zusätzliche Süße verzichten. (Advertorial)

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Flüssigkeitsmangel, Exsikkose und Dehydration: Wenn der Mensch zu wenig trinkt

Flüssigkeitsmangel, Exsikkose und Dehydration: Wenn der Mensch zu wenig trinkt

Der menschliche Körper besteht zu ca. 60% aus Wasser. Bei einem Körpergewicht von 75 Kilo sind das beeindruckende 45 Kilo Wasser. Bereits ein Flüssigkeitsmangel von zehn Prozent kann zu dramatischen Auswirkungen auf den Körper führen.

Ein Liter, zwei Liter? Wie viel Flüssigkeit ist genug?           

So verschieden wie die Menschen sind, so unterschiedlich ist auch der Bedarf an Flüssigkeit. Wo einer mit wenig auskommt, benötigen andere die doppelte oder sogar die dreifache Menge an Wasser, um einem Flüssigkeitsmangel vorzubeugen. Wichtig ist, bei den ersten Anzeichen von Flüssigkeitsmangel sofort zu reagieren. Wer dennoch einen ungefähren Richtwert benötigt, um sich sicher zu fühlen, der sollte täglich ungefähr zwei Liter trinken.
Es gibt jedoch auch Umstände, die den Flüssigkeitsbedarf stark verändern.

Flüssigkeitsverlust durch Anstrengung

Um eine positive Flüssigkeitsbilanz zu erreichen, ist es wichtig, bei hoher Belastung die Menge an Wasser und anderen Getränken anzupassen. Denn besonders bei anstrengenden Aktivitäten ist es wichtig, Flüssigkeitsverluste zu verhindern. Ansonsten können z.B. Schwindel durch Flüssigkeitsmangel die Folge sein. Die Ursache: Sport und körperliche Arbeit treiben die Schweißbildung nach oben. Der Körper versucht, durch eine erhöhte Wasserabgabe über die Haut, die Temperatur zu regulieren und sich selbst abzukühlen. Um gesund und leistungsfähig zu bleiben ist es notwendig, die Flüssigkeitszufuhr zu erhöhen. Abhängig vom Energieverbrauch des Körpers kann es also sein, dass der Körper literweise Flüssigkeit benötigt.

Ein Handwerker sitzt erschöpft und schwitzend in der Sonne und trinkt Wasser
Sonne und körperliche Belastung führen schnell zu Dehydration. Handwerker und Sportler sind besonders häufig betroffen.

Wie viel Flüssigkeitsverlust kann ein Mensch verkraften?

Üblicherweise treten die ersten Symptome einer Dehydration bei einem Flüssigkeitsverlust von ungefähr fünf Prozent auf. Durst und eine leichte Trockenheit der Schleimhäute sind die ersten Symptome. Noch ist der Flüssigkeitsmangel nicht gefährlich. Dennoch ist es sinnvoll, bereits frühzeitig zu reagieren und mit ausreichend Flüssigkeit dem Durstgefühl entgegenzuwirken. Denn die Symptome werden bereits ab ungefähr sieben Prozent Flüssigkeitsverlust ernster. Schwindel, eine leichte Übelkeit, und verminderte Urinbildung sind die Folge. Auch eine zu schnelle Herzfrequenz, eine Tachykardie, kann die Folge sein. Wer jetzt nicht handelt, riskiert eine schwere Dehydration mit Schocksymptomen und Kreislaufproblemen. Starke Übelkeit und sogar Erbrechen  treten auf, mit zunehmendem Flüssigkeitsverlust ist ab ungefähr 12 Prozent auch mit Bewusstseinsstörungen, und Kreislaufstörungen mit Synkopen und Bewusstlosigkeit zu rechnen. Zu diesem Zeitpunkt ist es häufig kaum noch möglich, die Beschwerden selbst in den Griff zu bekommen, ein Arztbesuch wird unumgänglich.
Achtung: Vor allem an heißen Tagen kann sich eine starke Dehydration schnell durch einen Hitzschlag äußern.

Exsikkose oder Dehydration?

Flüssigkeitsmangel ist aus medizinischer Sicht  in zwei Erkrankungen aufgegliedert. Dehydration und Exsikkose. Ersteres ist bekannt und wird auch im privaten Sprachgebrauch immer wieder verwendet. Der zweite Begriff wird nur wenigen ein Begriff sein. Dennoch bezeichnet Exsikkose im Grunde eine massive Dehydration. Exsikkierte Personen können wesensverändert, schläfrig, verwirrt und kreislaufinstabil sein. Häufig sind alte Menschen betroffen, denen das Durstgefühl fehlt.

Flüssigkeitsmangel erkennen

Um einem Flüssigkeitsmangel entgegen zu wirken, muss dieser erst einmal erkannt werden. Ist man selbst betroffen, ist dies recht einfach. Die Symptome sind klar und deutlich: Kopfschmerzen, Schwindel oder Übelkeit sind in der Selbstdiagnostik klar zu erkennen. Aber auch bei anderen ist es möglich, durch zwei einfache Tests zu erfahren, ob eine Person an Flüssigkeitsmangel  leidet:

  1. Die Nagelbettprobe
    Mit der Nagelbettprobe wird die Durchblutung der Arme und Beine getestet. Da ein Flüssigkeitsverlust sich auch auf die Kreislaufsituation und entsprechend auf die Durchblutung niederschlägt, kann man mit der Nagelbettprobe auch Rückschlüsse auf den Flüssigkeitshaushalt schließen.
    Bei der Nagelbettprobe wird für eine Kurze Zeit Druck auf das Nagelbett ausgeübt. Durch diesen Druck wird das Blut verdrängt und das Nagelbett erscheint weiß. Nach Ende des Drucks sollte nach innerhalb von  zwei Sekunden eine normale Färbung zurückgekehrt sein. Ist das nicht der Fall, liegt eine Störung vor, die häufig in einem Flüssigkeitsmangel begründet ist.
  2. Der Hautfaltentest
    Ist eine Person stark dehydriert, so wird die Haut zunehmend unflexibel. Beim Bilden einer Hautfalte auf dem Handrücken wird die entsprechende Haut bei Dehydration und Exsikkose als Falte stehen bleiben, statt sich wieder glatt an die Hand anzupassen. Dieses Zeichen verdeutlicht den Mangel an Wasser in den einzelnen Zellen.

Kann ich zu viel Flüssigkeit zu mir nehmen?

Ja, das kann passieren, ist aber sehr unwahrscheinlich. dennoch:  Auch zu viel Flüssigkeit kann schädlich sein. Aber als gesunder Mensch ist es ausgesprochen schwierig, so viel zu trinken, dass die Menge des Wassers schädlich ist. Die Gefahr für gesunde Menschen liegt vor allem in einer so genannten Hyponatriämie, also einem Natriummangel im Blut. Dieser Mangel führt im schlimmsten Fall zu Krampfanfällen und starken Kreislaufproblemen. Diese Erkrankung tritt jedoch selten auf. Und meist nur bei besonders ehrgeizigen Sportlern. Voraussetzung ist nämlich ein starker Natriummangel, wie es zum Beispiel bei extremen Schwitzen möglich ist. Aber auch das allein reicht nicht aus, um eine Hyponatriämie herbeizuführen. Der Sportler muss zudem noch viel natriumarme Flüssigkeit, zum Beispiel Leitungswasser, zu sich nehmen. Erst wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, ist es möglich, dass genug Natrium aus dem Körper gespült wird, um schwerwiegende Erkrankungen hervorzurufen.

Achtung, Vorerkrankungen!

Anders ist es natürlich bei Menschen mit Vorerkrankungen. Niereninsuffizienz oder Herzkrankheiten zum Beispiel gehen oft mit einer Begrenzung der täglichen Flüssigkeitsmenge einher, da eine Mehraufnahme die bereits vorgeschädigten Organe zerstören kann. Wenn also Erkrankungen im Nieren- oder Herzkreislaufsystem bestehen, sollte die benötigte Flüssigkeitsmenge unbedingt in Absprache mit einem Arzt eingestellt werden. Dies gilt natürlich auch für andere chronische Erkrankungen, bei denen ein Laie nicht sicher ist, ob der Wasserhaushalt betroffen sein könnte.

 

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