Ständige Erreichbarkeit: Wenn Smartphone, Mail und Co. zum Albtraum werden

Ständige Erreichbarkeit: Wenn Smartphone, Mail und Co. zum Albtraum werden

Ob im Beruf nach Feierabend, im Urlaub oder im Privatleben: Das Handy darf jederzeit klingeln, die Mails werden mehrmals täglich gelesen, ständige Erreichbarkeit und umgehende Reaktionen werden vorausgesetzt. „Abschalten“ wird mehr und mehr zum Fremdwort – doch das kann schwerwiegende Folgen haben.

Ständige Erreichbarkeit: Von der Angst, etwas zu verpassen


Die modernen Medien sind in vielen Lebensbereichen hilfreich, bereichernd und nicht mehr wegzudenken. Doch inzwischen nehmen sie große Teile des Lebens ein, in denen sie zunehmend Zwang und Stress verursachen. Die gesellschaftliche Angst davor, wichtige Informationen, Neuigkeiten oder Anfragen zu verpassen, hat sich in den Köpfen der Menschen festgesetzt. Ständig muss das Smartphone überprüft, die Nachrichten beantwortet und die sozialen Medien durchgeschaut werden. Egal ob es der Vorgesetzte oder eine Person aus dem privaten Umfeld ist, nur wenige trauen sich noch, nicht abzunehmen, wenn das Handy klingelt. Auch das zeitnahe Beantworten von Nachrichten und Mails ist inzwischen selbstverständli Die Gefahr, eine Chance zu verpassen oder eine Neuigkeit als Letzter zu erfahren, ist einfach zu groß. Und die Informationsflut ist so gewaltig, dass es immer etwas Neues zu erfahren gibt. Wer nicht ständig im Bilde ist, gerät schnell an den Rand einer Diskussion und fühlt sich außen vor. Das unterstützt das Bedürfnis nach ständiger Erreichbarkeit und führt nicht selten dazu, dass jede freie Sekunde dem Smartphone oder dem E-Mailpostfach gewidmet werden.  

Der ständig verfügbare Mitarbeiter

Besonders in der Arbeitswelt ist es häufig selbstverständlich, dass Mitarbeiter auch in Pausen, nach Feierabend oder im Urlaub erreichbar und damit auch verfügbar sind. Das Beantworten von Fragen oder die kurze Rücksprache werden schon nicht mehr als Arbeitsleistung gesehen, sondern als vorausgesetztes Engagement für den Job. Was für die Firma ein Gewinn ist, geht stark auf Kosten der Mitarbeiter, denn klar abgegrenzte Ruhephasen sind Voraussetzung für nachhaltige Erholung. Wenn das Gehirn nicht deutlich erfährt, wann es zur Ruhe kommen und sich erholen kann, befindet sich der Mensch in pausenloser Aufmerksamkeit, was schnell zu einem Burnout führen kann. Doch bereits vor dem gefürchteten Burnout zeigen Migräne, Konzentrationsschwierigkeiten und Stressanzeichen, dass der Mitarbeiter überfordert ist – vielleicht, ohne es selbst zu bemerken. Denn da die ständige Erreichbarkeit außerhalb des Büros nicht explizit als Arbeitszeit anerkannt wird, scheint auch keine akute Überarbeitung vorzuliegen.
Arbeitnehmer sollten sich deshalb besonders genau informieren, wie viel Erreichbarkeit der Chef verlangen darf.

Eine junge Frau reibt sich die Augen, neben ihr liegen ein Smartphone und ein Tablet-Pc. (ständige Erreichbarkeit)
Ständige Erreichbarkeit kann zu starkem Stress und massiver Überlastung führen. Häufig sind Kopfschmerzen, Schwindel und dauerhafte Müdigkeit erste Symptome einer Erkrankung die häufig als Burnout endet.

Fühlen Sie sich auch gerne wichtig und gebraucht?

Beliebtheit, Präsenz und das Gefühl, gebraucht zu werden: Die ständige Erreichbarkeit fügt sich sehr gut in unsere menschlichen Bedürfnisse ein und macht sich diese zu Nutze. Denn häufige Nachrichten und Anrufe sind für viele ein Zeichen dafür, wie sie für ihre Mitmenschen sind. Es schmeichelt, dass die Firma scheinbar ohne ihre Kompetenz nicht funktioniert. Für das eigene Ego ist es gut, dass Kollegen oder Freunde selbst in der Freizeit Fragen haben. Wer möchte sich da schon gerne eingestehen, dass einige Stunden Ruhe wichtiger wären, als den Mitmenschen mit der eigenen Kompetenz zur Seite zu stehen. Dieser Gedanke verleitet nicht selten dazu, die ständige Erreichbarkeit immer mehr auszudehnen und sich sogar schuldig zu fühlen, wenn Termine oder Urlaube die Erreichbarkeit notgedrungen einschränken.
Das Bedürfnis danach, gebraucht zu werden und kompetent zu sein, wird von vielen Vorgesetzten, aber auch Freunden, sehr geschickt genutzt. Ob bewusst oder unbewusst – wer ständig erreichbar ist, erfährt oft Lob und Anerkennung. Dass dies jedoch auch mit Stress und zusätzlichen Belastungen verbunden sein kann, wird dabei nur selten bedacht.

Darum ist Work-Life-Balance so wichtig

In Zeiten von Home-Office, gleitenden Arbeitszeiten und globalen Geschäftsreisen und -kontakten ist es immer schwieriger, Arbeitsleben und Privatleben zu trennen. Die Grenzen verschwimmen und viele Mitarbeiter wissen nicht mehr, ob und wie sie Bereiche abgrenzen sollen. Klare Abgrenzungen sind jedoch sehr wichtig, um sich selbst nicht nur als Leistungserbringer, sondern auch als Mensch mit eigenen Bedürfnissen wahrzunehmen. Wer nicht mehr lernt, „Nein“ zu sagen zu grenzenlosen Anforderungen aus dem Arbeitsumfeld, der verliert den eigenen Kräftehaushalt schnell aus den Augen. Das Gespür für ein „Genug“ oder gar ein „zu viel“ an Aufgaben und Informationen geht verloren. Ein solcher Alltag ist dauerhaft nicht aufrecht zu erhalten und bringt Langzeitfolgen mit sich, die dann unter Umständen die Karriere oder das Leben gravierender einschränken, als eine regelmäßige Auszeit es könnte.

Ein junger Mann brüllt sein Smartphone an. (Ständige Erreichbarkeit)
Stress führt zu Wut, Wut führt zu Hass. Hass führt zu großer beruflicher Unzufriedenheit- wer Privat und Berufliches nicht trennt, läuft Gefahr, die Freude an der eigenen Tätigkeit zu verlieren.

Ein Lösungsansatz für ständige Erreichbarkeit

Die Vorteile von Handy, eMail und Co. zu nutzen, ohne sich von den Nachteilen im Griff halten zu lassen – das ist der Balanceakt, den Mitarbeiter und Privatmenschen schaffen müssen. Dabei ist es wichtig, einen realistischen Blick auf die Notwendigkeiten des eigenen Alltags zu haben. Gibt es Zeiten, in denen die ständige Erreichbarkeit wichtig ist, dann führt es nur zu Sorgen und damit wiederum Stress, sich zu einer Auszeit zu zwingen. Es sollte jedoch im Laufe des Tages feststehende Zeiten geben, zu denen das Handy zumindest lautlos geschaltet und keine Mail mehr gelesen wird. Klare Absprachen mit Mitbeteiligten wie Familie oder Kollegen helfen dabei, Fremderwartungen und eigene Bedürfnisse abzustimmen. Dabei ist es wichtig, darauf zu bestehen, auch noch ein privater Mensch zu sein, der sich selbst Zeiten der Entspannung schuldet. Wer sich kleine Ruhephasen schafft und sich auch an diese hält, gibt den eigenen Gehirn die Möglichkeit, zu einer Gewöhnung zu gelangen. Bei zuverlässiger Einhaltung dieser Phasen kann sich dann auch innerhalb weniger Minuten eine echte Erholung einstellen.





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Mehr Stabilität im Alltag mit Osteoporose

Mehr Stabilität im Alltag mit Osteoporose

Gesteigerte Lebensqualität trotz Osteoporose

Wer an Osteoporose erkrankt, wird anfälliger für Knochenbrüche. Der Grund: Bei dieser Krankheit verringert sich die Knochensubstanz, wodurch das Skelett insgesamt an Stabilität verliert. Um dies auszugleichen, sind starke Muskeln besonders wichtig. Da durch eine aufrechtere Körperhaltung das Sturzrisiko gesenkt werden kann, helfen vielen Erkrankten Rückenorthesen mit einem speziellen Gurtsystem. Verspannungen und Schmerzen werden so nicht nur spürbar gelindert, die Rückenorthesen trainieren durch ständiges An- und Entspannen auch die Bauch- und Rückenmuskeln und kräftigen sie. Gute Resultate mit wissenschaftlich belegter Wirkung erreicht zum Beispiel die Rückenorthese Spinomed von medi, die vom Arzt verordnet werden kann. Ein Orthopädietechniker im medizinischen Fachhandel passt die Orthese dann individuell dem Patienten an. Die hilfreiche Stütze kann ganz bequem über der Kleidung getragen werden. Die anfängliche Tragedauer legt der Arzt fest und sie wird mit der Zeit, wie bei einem Trainingsgerät, langsam gesteigert. Unterstützend zu dieser Therapie empfehlen sich moderne Medikamente zur Erhöhung der Knochenmasse, eine kalziumreiche Ernährung, Vitamin D sowie regelmäßige Bewegung an der frischen Luft. (Advertorial)

Gesund leben, Gesunde Ernährung, Gesundheitstipps

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Tag der Zahngesundheit am 25. September

Tag der Zahngesundheit am 25. September

Damit Karies keine Chance hat

Ein schönes Lächeln sieht mit gesunden Zähnen gleich viel attraktiver aus. Hierfür sensibilisiert alljährlich der Tag der Zahngesundheit am 25. September, der 2018 unter dem Motto „Gesund im Mund – bei Handicap und Pflegebedarf“ steht. Der Aktionstag hat in den letzten Jahren auch dazu beigetragen, dass sich die Zahngesundheit der Deutschen deutlich verbessert hat. Dennoch können im Laufe des Lebens verschiedene Erkrankungen auftreten. „Karies an den Kauflächen, den Zahnzwischenräumen und Glattflächen liegt hauptsächlich bei Kindern sowie jüngeren und mittleren Erwachsenen vor. Die Parodontitis entwickelt sich im zunehmenden Erwachsenenalter und wird bei den älteren Patienten zum Hauptproblem“, erklärt Dr. Thomas Wöhler, Gesellschaftsarzt der Barmenia Versicherungen. Während bis zum dritten Lebensjahr die frühkindliche Karies große Sorgen bereitet, tritt bei Senioren häufig die Wurzelkaries auf. Doch beides lässt sich durch die richtige Zahnpflege verhindern. Unabhängig vom Alter sollten die Zähne zweimal täglich geputzt werden. Für Kinder unter sechs Jahren empfiehlt sich spezielle Kinderzahnpasta, da die Kleinen beim Zähneputzen noch viel herunterschlucken. Außerdem sollte ihnen beim Putzen geholfen und gegebenenfalls nachgeputzt werden. Erwachsene können zusätzlich die Zahnzwischenräume einmal am Tag mithilfe von Zahnseide oder Bürsten reinigen. Darüber hinaus empfiehlt sich eine regelmäßige Zungenreinigung genauso wie eine professionelle Zahnreinigung durch eine ausgebildete Fachkraft. Denn viele Bereiche im Mundraum sind durch Füllungen, Kronen oder Zahnersatz nur schwer zugänglich. Wie oft eine Zahnreinigung erforderlich ist, hängt vom individuellen Erkrankungsrisiko ab. Und wenn doch einmal Zahnersatz oder Inlays notwendig sein sollten, lohnt sich eine Zahnzusatzversicherung. Sie übernimmt im Bedarfsfall einen Großteil der Kosten. (Advertorial)

 

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Mangelernährung vorbeugen: Aufbauen statt abbauen

Mangelernährung vorbeugen: Aufbauen statt abbauen

Beim Essen geht es nicht nur um Nahrungsaufnahme, sondern auch um Genuss, Freude und Lebensqualität. Mit zunehmendem Alter verändert sich dies: der Appetit lässt nach, das Geschmacksempfinden verändert sich, Kauen oder Schlucken können schwerer werden. Bevor es deswegen zu einer Unterversorgung mit Nährstoffen kommt, sollte der tägliche Speiseplan mit Trinknahrung ergänzt werden, um Versorgungslücken aufzufüllen. Die schmackhaften Helfer aus der Apotheke enthalten in einem relativ kleinen Volumen einen hohen Gehalt an Energie und allen wichtigen Nährstoffen.
Trinknahrung gibt es heute von süß bis herzhaft in vielen Geschmacksrichtungen. Sie kann beispielsweise auch unter Joghurt, Quarkspeisen oder Pudding gerührt werden und gibt so die wichtige Extraportion Nährstoffe. In neutralen Varianten eignet sie sich sehr gut zum Einrühren in Soßen, Suppen oder Kartoffelbrei. Auch energiereiche Fruchtshakes lassen sich ganz einfach mit Trinknahrung und pürierten Früchten herstellen. Und Kaffeeliebhaber können ihre Kaffeesahne damit ersetzen.
Wie viel Trinknahrung zusätzlich zum normalen Speiseplan notwendig ist, entscheidet der Hausarzt. Stellt er ein Rezept aus, werden die Kosten von der Krankenkasse erstattet.

Ein älterer Mann sitzt glücklich mit seinen Familienangehörigen auf dem Sofa. Mangelernährung ist für ihn kein Problem mehr.

Eiweiß ist wichtig für Muskelkraft und Körperfunktionen. Mit Trinknahrung lässt sich der tägliche Bedarf besonders leicht ergänzen.

Den Vitaminspeicher wieder auffüllen

Appetitlosigkeit ist ein weit verbreitetes Problem im Alter. Hinzu kommt, dass Mahlzeiten, die früher gut schmeckten, nun oft als „fad“ empfunden werden. Schuld daran ist der Geschmackssinn, der sich mit dem Alter verändert. Auch Kau- oder Schluckbeschwerden, die Einnahme von Medikamenten, Krankheiten und damit einhergehende Schmerzen beeinträchtigen häufig eine ausreichende Einnahme von Mahlzeiten. Medizinische Trinknahrungen können wirkungsvoll die Versorgung mit Kalorien, Eiweiß sowie Vitaminen und Mineralstoffen unterstützen.
Hochkalorische Trinknahrung aus der Apotheke kann sowohl ergänzend zum normalen Essen als auch zur ausschließlichen Ernährung verwendet werden. Sie ermöglicht es, schnell und gesund Gewichtsverluste zu verlangsamen oder zu stoppen. Denn viele Menschen mit Problemen bei der Nahrungsaufnahme finden es leichter, etwas zu trinken als etwas zu essen.

Bewegung und Eiweiß halten im Alter fit

Mit zunehmendem Alter nimmt die Muskelmasse ab, Kraft und Leistungsfähigkeit schwinden. Meist ist dadurch auch die Mobilität und Bewegung eingeschränkt. Was früher leicht von der Hand ging, kann plötzlich nur noch unter Anstrengung erledigt werden. Die Gefahr von Stürzen und Knochenbrüchen steigt. Wer dem entgegenwirken möchte, braucht Bewegung und Eiweiß.
Schon 90 Minuten ausgiebige Bewegung in der Woche haben positive gesundheitliche Effekte. Milchprodukte, Fisch, Eier sowie Getreide und Hülsenfrüchte liefern wertvolles Eiweiß und sollten daher auf dem täglichen Speiseplan stehen. Der Bedarf kann im Alter jedoch nicht immer über diese Lebensmittel gedeckt werden. Eine Lücke in der Versorgung mit Eiweiß oder anderen essenziellen Nährstoffen kann mit einem Energiemangel einhergehen. Diese Versorgungslücken lassen sich schnell und unkompliziert mit Trinknahrung aus der Apotheke schließen. Verschiedene Geschmacksrichtungen sorgen für abwechslungsreichen Genuss.

Ein älteres Paar sitzt gemeinsam mit ihren Enkelkindern zum essen am Tisch. Mangelernährung stellt für die beiden kein Problem mehr dar.

Ältere Menschen haben oft weniger Appetit. Ernährungslücken lassen sich mit Trinknahrung aus der Apotheke schnell schließen. Sie steigert die Energie- und Nährstoffaufnahme und verbessert so die Lebensqualität.

Gut ernährt zu mehr Lebensqualität

Viele Senioren neigen zu einer frühzeitigen Sättigung und essen nur noch kleine Portionen. Wer körperlich nicht mehr so aktiv ist, braucht zwar grundsätzlich weniger Kalorien, jedoch bleibt der Bedarf an Eiweiß, Vitaminen, Spurenelementen und Mineralstoffen unverändert bzw. steigt beim Eiweiß sogar an. Die Auswahl der richtigen Lebensmittel ist deshalb in diesem Alter besonders wichtig.
Auf den Tisch sollten bevorzugt Speisen kommen, die eine große Nährstoffdichte, also viele lebensnotwendige Nährstoffe in einer Portion haben. Dazu gehören Gemüse, Obst, Vollkorngetreide- und Milchprodukte genauso wie fettarmes Fleisch, Fisch, Geflügel und Eier. Zudem kann das Anreichern von Saucen, Suppen und Breien mit hochwertigen Pflanzenölen oder gemahlenen Nüssen eine Unterversorgung bessern. Oft ist auch Trinknahrung eine sinnvolle Ergänzung. Bereits kleine Portionen enthalten so viele Kalorien und lebenswichtige Nährstoffe wie eine vollwertige Mahlzeit. Ob die Trinknahrung als Ersatz oder Ergänzung zu einer ausreichenden Ernährung eingenommen wird, sollte ein Hausarzt oder Ernährungsberater entscheiden.
Auf Genuss muss dabei nicht verzichtet werden: Die Trinknahrungen gibt es in verschiedenen Geschmacksrichtungen von süß bis herzhaft. Sie sind rezeptfrei erhältlich, können aber vom Arzt verschrieben werden, wenn eine Mangelernährung festgestellt wird. Weitere Informationen hierzu finden Betroffene und Angehörige im Internet unter www.trinknahrung.pro (Advertorial)
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Grippevirus und grippaler Infekt: Der Herbst kommt, die Krankheit auch

Grippevirus und grippaler Infekt: Der Herbst kommt, die Krankheit auch

Der Sommer neigt sich langsam dem Ende zu, die Nächte werden frischer. umso schneller schleicht sich die nächste Grippe oder Erkältung ein. Doch muss es wirklich immer zu einer Infektion kommen, sobald es draußen kälter wird? Und wie unterscheidet sich ein Grippevirus von einer einfachen Erkältung? Wir erklären die Unterschiede und zeigen Ihnen Maßnahmen und Hausmittel um einer Erkrankung vorzubeugen und bereits bestehende Beschwerden zu behandeln. 

Grippe oder Grippaler Infekt: Wo ist der Unterschied?

Der Unterschied zwischen Erkältung, grippalem Infekt und Grippe ist vielen Menschen nicht bekannt. Dennoch sind diese Formen schnell zu unterscheiden. Eine Erkältung ist eine unangenehme Kombination aus Schnupfen, Husten, lästigen Halsschmerzen und verschlossenen Nasennebenhöhlen. Wenn hingegen von einer Grippe gesprochen wird, so ist meist eine Virusgrippe, ausgelöst durch das Influenzavirus, gemeint. Diese Erkrankung ist stärker im Verlauf als ein grippaler Infekt, welcher durch harmlosere Viren, z.B. aus der Gruppe der Rhino- oder Adenoviren oder Bakterien ausgelöst wird. Influenza ist deutlich aggressiver in Symptomatik und Verlauf und zudem stark ansteckend. Im Volksmund beschreiben Erkältung, Grippe und grippaler Infekt als häufig das selbe Ereignis. tatsächlich meinen aber nur Erkältung und grippaler Infekt das selbe, nämlich eine allgemeine Viruserkrankung mit den bekannten Symptomen.
Ausgelöst werden kann diese Erkrankung durch ungefähr 200 verschiedene Erregerstämme. Eine Grippe hingegen wird nur durch einen einzigen Virus ausgelöst: den Influenzavirus.

Influenza-Grippe: Ähnliche Symptome, stärkerer Krankheitsverlauf

Die Symptome einer Influenza-Grippe sind ähnlich denen eines grippalen Infektes, einer Erkältung. Doch sie treten schneller und deutlich ausgeprägter auf. Zudem kommen Fieber und extreme Schwäche und Abgeschlagenheit hinzu. Die Grippe ist auf jeden Fall ernster zu nehmen als eine harmlose Erkältung. Oft ist hohes Fieber der erste Weg zur Differenzierung zwischen Grippe und Erkältung. Deswegen sollte bei einem Verdacht die Körpertemperatur gut überwacht werden. Personen mit Vorerkrankungen oder weiteren Krankheiten, besonders an Herz oder Lunge, aber auch schwache und ältere Menschen, sollten die Symptome besonders genau beobachten und bei Unsicherheit den Hausarzt kontaktieren.

Vorbeugend handeln: Was kann ich tun, um mich vor Grippe und Erkältung zu schützen?

Sowohl Influenza-Grippe als auch ein grippaler Infekt sind ansteckend und werden durch Tröpfcheninfektion verbreitet. Diese Verbreitungsart ist höchst effektiv und sorgt für die Grippewellen, welche im Herbst immer wieder durch die Gesellschaft wandern.
Aus diesem Grund ist ein Schutz gegen die Krankheitserreger ungemein wichtig, um nicht ebenfalls krank zu werden.
Die folgenden Tipps können helfen, die Gefahr einer Ansteckung zu verhindern:

Körperkontakt vermeiden

Ein freundlicher Händedruck, eine Umarmung, vielleicht sogar ein Kuss auf die Wange. Eine körperliche Begrüßung ist heutzutage üblich, ein Ignorieren gilt als unhöflich. Doch um eine Ansteckung mit Viren und Bakterien zu vermeiden, ist es besser, auf diese Art der Freundlichkeit besonders während der Erkältungs- und Grippezeit zu verzichten. Um Verwirrung zu vermeiden, ist es sinnvoll, sich zu erklären. So entsteht nicht nur Verständnis für ihr Verhalten, die Mitmenschen werden auch sensibilisiert und achten ebenfalls auf die möglichen Ansteckungsgefahren. Besonders in Arztpraxen sollten Sie den Abstand wahren, da eine Gefahr einer Infektion besonders hoch ist. 

Desinfektion und Sauberkeit: Hygiene als Schutz

Keime, Bakterien und Viren können auf Türklinken, Tischplatten oder Handflächen lange genug überleben, um Krankheiten auszulösen und das Immunsystem zu schädigen. Deshalb ist es wichtig, durch gute Hygiene die Grippe- und Erkältungsviren an einer Ausbreitung zu hindern. Dafür eignen sich besonders Desinfektionsmittel, die als viruzid gekennzeichnet sind. Denn nur diese können die Viren wirkungsvoll vernichten. 

Aber auch andere Keime und Bakterien sollten bereinigt werden, um das Immunsystem nicht zu schwächen oder den Körper durch andere Erkrankungen zu belasten. in unserem Artikel „Keime im Alltag: Hilfreiche Hygiene gegen gefährliche Krankheitserreger“ ist nachzulesen, welche Bereiche in der Wohnung besonders keimbelastet sind.

Ein gesundes Immunsystem: Keine Chance für Grippeerreger

Wie bei jeder Krankheit spielt auch bei Grippe und Erkältung das Immunsystem des Körpers eine wichtige Rolle. Stärke und Verlauf der Krankheit, aber auch die Belastungen für den Körper sind abhängig von der Stärker des Immunsystems. Deshalb ist ein gutes Immunsystem ein wichtiger Schutz gegen Grippe, Erkältung und Co. Zudem ist eine Unterstützung des Immunsystems besonders in der kalten Jahreszeit ungemein wichtig. Regelmäßige Spaziergänge an der frischen Luft sind beispielsweise ein Weg, die körpereigene Abwehr zu stärken. Bereits 20 Minuten am Tag reichen aus, um die Immunabwehr zu stärken. Ein weiterer wichtiger Faktor zur Vorbeugung von Erkältungen ist die ausgewogene Ernährung. Der Körper benötigt genügend Vitamine- und Mineralstoffe, um gesund zu bleiben. Die besten Nahrungslieferanten dafür sind Obst, Gemüse, Kartoffeln, Reis und gesunde Lebensmittel die Ballaststoffe und Vitamine liefern. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung hilft also auch, gesund zu bleiben. Wer also gesund isst und sich ausreichend bewegt hat gute Chancen, auch an kalten Herbsttagen nicht krank zu werden.

Stress reduzieren: Gesund durch Entspannung

Regen und kaltes Wetter sind im Herbst eine zusätzliche Belastung. In Kombination mit Stress und Sorgen ist diese Belastung beinahe eine Garantie für Krankheiten und körperliches Unwohlsein. Denn neben der Psyche leidet auch das Immunsystem. Ruhe und Entspannung sind der Gesundheit deshalb ebenso zuträglich, wie die richtige Ernährung. Wer auf der Arbeit oder im Alltag also hohen Belastungen ausgesetzt ist, sollte besonders im Herbst und Winter auf einen entsprechenden Ausgleich achten, um Grippeerregern keinen Angriffspunkt zu bieten. 

Achtung Infektiös! Ansteckungsgefahr und Übertragung

Die Ansteckungsgefahr einer Grippe oder die einer Erkältung ist leider sehr hoch. Die kleinen Erreger können bereits mit dem kleinsten Kontakt mit einem Betroffenen übertragen werden. Ein leichtes Händeschütteln oder miteinander sprechen kann bereits zu einer Ansteckung führen. Genau aus diesem Grund ist es wichtig, dass sich Betroffene eines grippalen Infekts schonen und am besten zuhause bleiben um Ihre Mitmenschen nicht anzustecken. Harmlose Erkältungen dauern meist nur ein paar Tage an. Wird die Erkältung jedoch verschleppt, da der Betroffene sich nicht genügend geschont hat, kann das gefährliche Folgen wie z. B. einer Herzmuskelentzündung haben. Eine Grippe dauert in den meisten Fällen länger, mitunter bis zu zwei Wochen. Anders als bei der Erkältung ist bei der Grippe Bettruhe Pflicht. Der Körper muss sich, gerade wenn Fieber besteht, unbedingt erholen und schonen. Jegliche Art von Anstrengung könnte die Krankheitsdauer nur noch verlängern.

Ein erkälteter Mann sitzt im Büro vor einem Laptop und putzt sich die Nase. Neben ihm liegen viele benutzte Taschentücher.

Husten, Schnupfen, Heiserkeit im Büro: Viele Angestellte versuchen trotz Krankheit weiterhin ihrem Beruf nachzugehen. Das ist der falsche Weg. Wer krank ist, sollte zuerst gesund werden und nicht riskieren, seine Kollegen anzustecken.

Tee, Ruhe und Honig: Hausmittel gegen Grippe und Erkältung

Es gibt eine Menge von nützlichen Hausmitteln, die sowohl bei einer Grippe, als auch bei der Erkältung eingesetzt werden können, um die Symptome und den Krankheitsverlauf zu verbessern. Viele sind in jedem Haushalt vorhanden, die Vorbereitungen sind einfach und schnell erledigt.

Honig und Salbei als Entzündungshemmer

In Milch oder Tee gelöst gilt Honig als altes Hausmittel gegen Erkältungen, Husten und Halsschmerzen. Honig enthält natürliche entzündungshemmende Substanzen, welche z.B. bei Halsschmerzen, lindern können und die Heilung unterstützen. Als besonders wirksam gilt der Manuka-Honig, welcher ein besonders hohes Maß an Entzündungshemmern beinhaltet.
Auch Salbei hat eine entzündungshemmende Wirkung. Zudem enthält Salbei viele wichtige Vitamine. Er kann als Tee eingenommen, aber auch als frisches Gewürz verwendet werden. Auch das Kauen von Salbeiblättern ist möglich. Durch den hohen Anteil an ätherischen Ölen eignet sich Salbei zudem ausgezeichnet zum Inhalieren, um die Atemwege zu befreien und ihre Heilung zu unterstützen. 

Heiße Bäder für das Immunsystem

Wer erkältet ist, kann seinem Körper mit einem heißen Bad viel Gutes tun. Das warme Wasser sorgt für Entspannung und hilft, zur Ruhe zu kommen. Badezusätze können helfen, die Atemwege und Bronchien zu befreien und schneller gesund zu werden. Auch wird auf diese Weise auch die Körpertemperatur angehoben. Das führt dazu, dass Abwehrprozesse angekurbelt werden, welche höhere Temperaturen benötigen, um besser zu  funktionieren. So können z.B. Abwehrzellen bestmöglich ab Körpertemperaturen von über 38°C arbeiten. Aber Vorsicht: Wenn die Körpertemperatur bereits hoch ist, z.B. durch Fieber, sollte auf ein Bad verzichtet werden. Denn höhere Temperaturen reduzieren diesen Effekt wieder und können Gegenteiliges bewirken. 

Flüssigkeit hält den Körper aktiv, Essen liefert Energie

Kranke, die unter dem Influenzavirus leiden, fühlen sich oft schwach und hat nur wenig Appetit. Dennoch ist es besonders wichtig, ausreichend Flüssigkeit und Nahrung zu sich zu nehmen. Denn der Körper benötigt ausreichend Energie, um die Krankheit zu bekämpfen und verliert oft durch Schwitzen und Fieber große Mengen an Flüssigkeit. Wer krank ist sollte deshalb darauf achten, genug Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Auch das Essen sollte nicht vernachlässigt werden. Durch die Appetitlosigkeit der Kranken ist das aber meist leichter gesagt als getan. Da Übelkeit und Erbrechen im Krankheitsverlauf immer wieder auftreten, fällt es schwer, ausreichend feste Nahrung zu sich zu nehmen. Eine Alternative können Brühe und Brei sein, da diese den Magen wenig belasten und eher beruhigen.

Gesundheit durch Schlaf

Auch beim Kampf gegen Influenzaviren und Erkältungserreger wird vor allem Zeit benötigt. Denn auch Medikamente und das Immunsystem wirken nicht augenblicklich. Um dem Körper ausreichend Ruhe und Energie zur Verfügung zu stellen ist Schlaf das beste Mittel. Zudem gilt: Wer während der Krankheit viel schläft, leidet weniger unter den Symptomen der Krankheit. 

Ist ein Besuch beim Arzt notwendig?

Meist ist es bei einer Erkältung nicht notwendig, einen Arzt aufzusuchen. Oft reichen Hausmittel und die eigene Hausapotheke aus, um die Krankheit gut zu behandeln. Auch eine echte Grippe muss nicht zwingend durch einen Arzt behandelt werden. Bei einem gesunden Menschen kann das Immunsystem die Infektion selbst bekämpfen. Lediglich bei sehr hohem Fieber oder besonders starken und langanhaltenden Symptomen sollte der Hausarzt konsultiert werden. Wann dieser Punkt erreicht ist, hängt jedoch immer vom besonderen Empfinden des Erkrankten ab.
Wer sich dafür entscheidet, einen Arzt aufzusuchen, sollte diesen vorher telefonisch kontaktieren. Denn besonders eine Influenza-Infektion sollte im Wartezimmer nicht mit anderen Personen in Kontakt gebracht werden, um eine Ansteckung zu verhindern. 

Grippe, Husten, Erkältung: „Verschleppte“ Gefahr

Wer an einer Grippe oder einem grippalen Infekt erkrankt ist, leidet unter vielen verschiedenen Symptomen, wie Husten, Kopfschmerzen oder Fieber. Durch viele Verschiedene Medikamente kann aber etwas gegen diese Symptome unternommen werden. Also kein Problem. Oder doch?
Tatsächlich kann die Einnahme von Medikamenten ein Risikofaktor werden. Nämlich dann, wenn die genutzten Medikamente lediglich die Symptome unterstützen, statt die Heilung zu fördern. Ist dies der Fall, nehmen Erkrankte häufig viel zu früh ihren normalen Arbeitsalltag wieder auf. Immerhin fühlen sie sich durch die Medikamente wieder gesund. Doch die Krankheit arbeitet immer noch im Körper und ist nicht richtig auskuriert.

In solch einer Situation besteht die Gefahr, dass eine Krankheit chronisch wird. Ärzte sprechen dann von einer „verschleppten“ Krankheit. Durch Krankheitserreger ausgelöste Entzündungen und andere Beschwerden lassen sich in diesem Zustand nur schwer bekämpfen und das Wohlbefinden wird langfristig geschädigt. Sollten also die Symptome einer Grippe oder eines grippalen Infektes nach einigen Tagen nicht abklingen oder häufig wiederkehren, so ist ein Besuch beim Arzt obligatorisch. Der Mediziner kann in solchen Fällen wirksame Medikamente verschreiben, um die Krankheit nachhaltig zu bekämpfen.