Das Coronavirus SARS-CoV-2 hat die Ausmaße einer Pandemie angenommen. Entsprechend umfassend sind die Maßnahmen, die in den einzelnen Ländern umgesetzt werden. Auch in Deutschland müssen die Bürger Einschränkungen in Kauf nehmen, welche von der Bundesregierung ausgerufen wurden, um die Coronakrise mit möglichst wenig Toten zu überstehen. Die neue Gefahr wird Deutschland, Europa und die Welt noch länger begleiten.

Informationsflut – nutzen Sie die offiziellen Kanäle

Bei allen größeren Krisen ist es für viele besonders wichtig, Informationen über die Lage und die Entwicklung zu erhalten. Dabei ist das Angebot an Informationen vielfältig: Tageszeitungen, Onlineartikel, Blogs, Videos, Radiosendungen oder Erzählungen und Berichtungen durch Dritte verursachen eine Informationsflut, die viele überfordert-
Die Krise um die Coronavirus-Pandemie macht da keine Ausnahmen. Erneut möchten die Menschen informiert werden, doch nicht wenige verstricken sich im Gewirr aus medialer Panik und selbstgetragener Social-Media-Hysterie.
Unser Tipp: Informieren Sie sich direkt bei den verantwortlichen Organisationen – das Robert-Koch-Institut, aber auch die Bundesregierung und die einzelnen Landesregierungen stellen Informationen zur tagesaktuellen Lage und den kommenden und getroffenen Maßnahmen zur Verfügung.

Wenn Sie medizinische Informationen benötigen:

Das Robert-Koch-Institut (RKI)

Das RKI (Robert-Koch-Institut) hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Bevölkerung vor Krankheiten zu schützen und ihren Gesundheitszustand zu verbessern. Im Rahmen der Coronakrise sind die Experten des RKI der erste Ansprechpartner, wenn es um Verhaltensrichtlinien, Maßnahmen und Informationen zum Virus geht.  Zudem berät das RKI die Bundesregierung in Ihren Maßnahmen.

Welche Informationen stellt das RKI zur Verfügung

Das RKI hat ein FAQ mit den häufigsten Fragen zum Coronavirus SARS-CoV-2: Hier geht es zum FAQ
Unter dem Link findet Ihr Informationen zu allen wichtigen Fragen, aufbereitet und einfach formuliert, so dass sich auch nichtmedizinisches Personal ein Bild der Lage und der Maßnahmen machen kann.

Die Experten vom RKI stellen zudem Informationen für medizinisches Personal, die Fachöffentlichkeit und interessierte Personen zur Verfügung: Hier geht es zu den Informationen des RKI  Unter anderem finden sich folgende Themen:
– Allgemeine Informationen zum Thema SARS-CoV-2
– Aktuelle Risikobewertung
– Fallzahlen und Informationen
– Informationen für medizinisches Personal und die Fachöffentlichkeit (z.B. Diagnostik, Infektionsschutzmaßnahmen, Prävention, Therapie, Versorgung und Bekämpfung) – Reise- und Kriseninformationen
– Informationen zur internationalen Situation

Das Bundeszentrum zur gesundheitlichen Aufklärung 

Das BZgA hat unter www.infektionsschutz.de eine Informationsquelle geschaffen, die Bürgerinnen und Bürger nutzen können, um sich über Infektionskrankheiten im Allgemeinen, aber auch über den neuartigen Virus SARS-CoV-2 zu informieren. Weiterhin bietet die Website Empfehlungen zum Thema Hygiene, Infektionsschutz und verschiedenen Erregern.

Der Hausarzt, der kassenärztliche Bereitschaftsdienst und das Gesundheitsamt

Benötigen Sie weiterführende Informationen, hatten Sie Kontakt mit einer erkrankten Person oder haben Sie den Verdacht, am neuartigen Virus erkrankt zu sein?   Verzichten Sie darauf, direkt persönlich beim Arzt zu erscheinen oder in der nächsten Notaufnahme vorstellig zu werden. Setzen Sie sich zuerst telefonisch mit den verantwortlichen Stellen in Verbindung, dort erhalten Sie weiterführende Informationen:

Im Notfall: Bei medizinischen Notfällen können Sie jederzeit den Notruf unter 112 erreichen. Bitte weisen Sie die Einsatzkräfte unbedingt darauf hin, wenn Sie vermuten, Kontakt zum SARS-CoV-2 gehabt zu haben.

Ihr Hausarzt: Bei allgemeinen Beschwerden ist Ihr Hausarzt der richtige Ansprechpartner. Er kennt Sie und kann Ihnen passende Ratschläge geben. Bei Bedarf wird er Sie an weiterführende Stellen verweisen.

Der kassenärztliche Bereitschaftsdienst: Die kassenärztliche Vereinigung ist unter der Telefonnummer 116117 jederzeit erreichbar. Beachten Sie, dass die große Menge an Anfragen zu längeren Wartezeiten bei der Hotline führen kann. Informationen finden Sie auf der Website der KV: 116117 Online

Das Gesundheitsamt: Das Gesundheitsamt ist verantwortlich für die Umsetzung der Quarantäne- und medizinischen Maßnahmen im Rahmen der Coronakrise. Dazu zählen auch Virustests, Quarantäne etc. Das zuständige Gesundheitsamt für Ihre Region finden Sie im „Gesundheitsamt-Finder“ des RKI: Gesundheitsamt-Finder des RKI

Anlaufstellen der Bundesländer: Viele Bundesländer haben eigene Informationshot- und Helplines eingerichtet. Die Techniker Krankenkasse hat die wichtigsten Nummern für alle zusammengefasst: Nummernliste der TKK zum Thema Corona 

Wenn sie Informationen aus der Politik und über getroffene und zukünftige Maßnahmen der Bundes- und Landesregierungen benötigen:

Die deutsche Bundesregierung

Die Bundesregierung informiert natürlich auch über die Maßnahmen, die im Rahmen der Coronakrise getroffen und umgesetzt werden müssen. Hauptanlaufstelle sind dabei die Online-Auftritte der Bundesregierung und des Bundesministeriums für Gesundheit.

Die Bundesregierung: Auf einer tagesaktuellen Informationsseite informiert die Bundesregierung über neue Regeln, Maßnahmen, Verordnungen und Tipps. Hier geht es zum entsprechenden Onlineauftritt der Bundesregierung: Coronavirus – Informationen der Bundesregierung ,

Ansprache der Bundeskanzlerin: Angela Merkel hat sich am 18.03.2020 in einer Videoansprache an das deutsche Volk gewandt. Thema war die Lage der Nation im Rahmen der Corona-Pandemie. Merkel wies auf die Gefahren hin und erklärte die Notwendigkeit der bisher getroffenen Maßnahmen. Hier geht es zum ganzen Video: Stellungnahme der Bundeskanzlerin Angela Merkel

Bundesministerium für Gesundheit: Gesundheitsminister Jens Spahn und Das Bundesgesundheitsministerium sind zusammen mit dem RKI, der Bundesregierung und den jeweiligen Landesregierungen bemüht, die Viruserkrankung SARS-CoV-2 einzudämmen und die Ausbreitung so weit zu verlangsamen, dass die Kapazitäten des Gesundheitssystems nicht unter den geänderten Umständen zusammenbrechen. Auch das Bundesministerium für Gesundheit informiert über die aktuellen Gegebenheiten: Coronavirus/Bundesgesundheitsministerium

Die Landesregierungen  

Baden-Württemberg: Die Landesregierung hat alle relevanten Informationen für das Bundesland auf ihrer Website zusammengefasst. Weitere Informationen bietet zudem das Sozialministerium Baden-Württemberg. Außerdem wurde eine Hotline für Rat suchende Bürger eingerichtet.
– Informationsportal der Landesregierung: Landesregierung BaWü
Sozialministerium Baden-Württemberg
– Aktuelle Lage und Einschränkungen: Coronainformationen Sozialministerium BaWü
– SARS-CoV-2-Hotline Baden-Württemberg: 0711-904 39 55 5

Bayern: Als erstes Bundesland hat der Freistaat Bayern den Notstand ausgerufen. Ein Verwaltungsakt, der es erleichtern soll, die Situation unter Kontrolle zu bekommen. Aktuelle Informationen stellen die bayerischen Staatsministerien für Gesundheit und Pflege bzw. für Familie, Arbeit und Soziales zur Verfügung.
– Informationen des bayerischen Gesundheitsministeriums: Infektionsmonitor Bayern STMGP
– Informationen über Einschränkungen im Freistaat Bayern: Staatsministerium für Familie,Arbeit und Soziales

 

Berlin: In der Hauptstadt übernimmt die Abteilung Gesundheit der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung die Informationen zum Thema Corona und Infektionsschutz. Zudem wurde eine Hotline eingerichtet.
– Informationen SARS-CoV-2 in Berlin: Corona-Prävention in Berlin 
– Info-Hotline: 030-90 28 28 28

 

Brandenburg: Das Land Brandenburg stellt ebenso Informationen zur Verfügung, wie die anderen Bundesländer, verweist zudem auf das FAQ des RKI. Zudem wurde auch in Brandenburg eine Hotline eingerichtet.
– Bürgertelefon Brandenburg: 0331-86 83 77 7 
– Informationen des Landes Brandenburg: Landesportal Brandenburg
– Gesundheitsministerium Brandenburg: Informationen zu Corona in Brandenburg

 

Bremen: Bremen sammelt alle aktuellen Informationen zentral in einem Onlineportal. Dort wird tagesaktuell informiert, zudem wird die Situation in den Kliniken dargestellt und Einzelheiten bekannt gegeben. Auch das Bundesland Bremen hat eine Informationshotline eingerichtet, die über das Thema SARS-CoV-2 informiert.
– Zentrale Onlineinformation Coronakrise Bremen: Onlineportal Bremen
– Bremer Infohotline: 0421-115

 

Hamburg: Die Freie Hansestadt Hamburg hat alle Informationen des Bundeslandes zentral gesammelt, in verschiedenen Themenbereichen informiert die Landesregierung über die Eentwicklungen rund um COVID-19. Neben aktuellen Zahlen stehen auch Verordnungen, Ansprechpartner und Kontaktstellen zum Abruf bereit.
– Zentrale Information der Stadt Hamburg zum Thema Corona: SARS-CoV-2 Informationen HH 

 

Hessen: Das hessische Ministerium für Soziales und Integration hat ein FAQ zur Lage in Hessen erstellt. Dort wird u.a. die Krisenvorbereitung des Bundeslandes und Verhaltensratschläge kommuniziert. Zudem wurde eine Bürgerhotline eingerichtet-
– FAQ Corona in Hessen: Hessisches Ministerium für Gesundheit und Integration
– Hotline Hessen: 0800-55 54 66 6

 

Mecklenburg-Vorpommern: Neben einer offiziellen Informationsseite und vielen Pressemitteilungen im Bereich „Presse“ des Landes-Webauftrittes sind sowohl für Kreise als auch für Städte und für Unternehmen Helplines integriert worden.
– Pressemitteilungen des Landes MV: Aktuelles/Pressebereich MV 
– Informationen, Ansprechpartner und Telefonnummern SARS-CoV-2 in M-V: Wichtige Informationen in Mecklenburg-Vorpommern

 

Niedersachsen: Das Land Niedersachsen hat ebenso wie viele andere Bundesländer diverse Verordnungen erlassen, um die Gefahr durch den Coronavirus einzugrenzen und die Verbreitung zu verlangsamen. Zusätzlich werden tagesaktuelle Informationen über die offizielle Website verbreitet. Das Land Niedersachsen weist besonders auf die Social-Media-Kanäle hin, um über aktuelle Veränderungen, Entwicklungen und Zahlen zeitnah informiert zu sein.
– Landesinformationen Nds: Erlasse und Allgemeinverfügungen
– Allgemeine Informationen zu SARS-CoV-2 in Niedersachsen: Info-Website Land Niedersachsen
– Erklärung des niedersächsischen Ministerpräsidenten zur aktuellen Lage: Stephan Weil über die Coronakrise in Niedersachsen

Nordrhein-Westfalen: Die Landesregierung in NRW stellt auf dem Portal „Wir in NRW“ ein umfangreiches Frage- und Informationsportal inklusive Suchfunktion zur Verfügung. in diversen Mitteilungen und Texten wird die Öffentlichkeit über die aktuelle Lage informiert. Weiterhin existiert ein Infotelefon.
– Landesportal zum Thema Corona/COVID-19: Wir in NRW 
– Infotelefon: 0211-91 19 10 01

 

Rheinland-Pfalz: In den letzten Tagen hat sich die Zahl der Infizierten in Rheinland-Pfalz verdreifacht. Auch zukünftig werden die Zahlen weiterhin steigen. Auch Rheinland-Pfalz trifft Maßnahmen, die Ministerpräsidentin meldet sich mit einer Ansprache an die Bürger.
– Allgemeine Informationen des Landes Rheinland-Pfalz: Bürgerportal Rheinland-Pfalz
– Informationen zur Unternehmensunterstützung in Rheinland-Pfalz: Arbeitsministerium Rheinland-Pfalz
– Ansprache der Ministerpräsidentin: SWR Aktuell
– Fallzahlen und Ansteckungen in RLP: Gesundheitsministerium Rheinland-Pfalz
– Bürgertelefon: 0800-57 58 10 0

Saarland: Auch das Saarland hat mit dem neuartigen Virus COVID-19 zu kämpfen. Informationen verbreitet das Bundesland über die eigene Homepage und die Webauftritte der Ministerien.
– Allgemeine Informationen und Videobotschaft des Ministerpräsidenten Thomas Hans: Saarland Online
– Informationen für die saarländische Wirtschaft: Themenportal Saarland
– FAQ Saarland: Themenportal Saarland

Sachsen: Das Land Sachsen hat aufgrund der Bedrohung durch den Coronavirus Covid-19 einen Krisenstab ins Leben gerufen. Auf der Internetpräsenz des Landes informiert dieser Krisenstab über die Entwicklungen. Zudem hat das Sozialministerium eine Hotline für Fragen eingerichtet. Das Land ruft zudem zur Nachbarschaftshilfe und sozialer Unterstützung im Rahmen der Krise auf.
– Onlinepräsenz des Landes Sachsen: Coronavirus in Sachsen 
– Infohotline:0351-56 45 58 60

Sachsen-Anhalt: Gesperrte Spielplätze, Corona-Partys, die durch die Polizei beendet werden – in Sachsen-Anhalt sind die Auswirkungen der Pandemie deutlich sichtbar. Neben der Landesregierung gibt auch die Landesärztekammer Empfehlungen heraus. Auch in Sachsen-Anhalt wurde ein Bürgertelefon etabliert.
– Informationen der Landesärztekammer: Corona Ärztekammer Sachsen-Anhalt
– Informationen der Landesregierung: Coronavirus in Sachsen-Anhalt
– Hotline Landesamt für Verbraucherschutz: 0391-25 64 22 

Schleswig-Holstein: Auch im hohen Norden wird das Leben, wie in ganz Deutschland, durch die Virusinfektion stark eingeschränkt. Zudem kommt es zu Einschränkungen durch die Grenzschließung an der deutsch-dänischen Grenze. Über den Onlineauftritt des Landes können sich Betroffene über die aktuelle Lage in SH informieren, ein Bürgertelefon hilft, wenn Fragen sich nur telefonisch klären lassen.
– Onlinepräsenz des Landes S-H: Coronavirus in S-H 
a– Hotline des Landes Schleswig-Holstein: 0431-79 70 00 01

Thüringen: Auch die Landesregierung Thüringen informiert über die Entwicklungen in der Coronakrise. Auf den Webauftritten des Thüringer Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport wird ebenso Aktuelles dargestellt, wie auf der Website des Thüringer Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie.
– Coronavirus in Thüringen, Ansprache des Bildungsministers Helmut Wolter: Ministerium für Bildung, Jugend und Sport
COVID-19 in Thüringen: Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie
– Informationen für Fachpersonal in Thüringen: Kassenärztliche Vereinigung Thüringen 

Social-Distance und verbesserte Hygiene – Jeder kann helfen den Virus einzudämmen

„Es ist ernst. Nehmen Sie es auch ernst. Seit der Deutschen Einheit, nein, seit dem Zweiten Weltkrieg gab es keine Herausforderung an unser Land mehr, bei der es so sehr auf unser gemeinsames solidarisches Handeln ankommt. (…)Wer unnötige Begegnungen vermeidet, hilft allen, die sich in den Krankenhäusern um täglich mehr Fälle kümmern müssen. So retten wir Leben. Das wird für viele schwer, und auch darauf wird es ankommen: niemanden allein zu lassen, sich um die zu kümmern, die Zuspruch und Zuversicht brauchen. Wir werden als Familien und als Gesellschaft andere Formen finden, einander beizustehen.“
Angela Merkel in ihrer Rede zur Lage der Nation, 18.03.2020

 

Im Rahmen der Coronakrise ist es notwendig, dass alle Menschen Hand in Hand arbeiten, um Pandemie zu überstehen. Die Maßnahmen der Bundesregierung sind dabei weder unbegrpündet, noch überzogen. Deshalb gilt – wer die Regeln einhält, zuhuase bleibt, soziale Kontakte vermeidet und wo es geht, die Risikogruppen unterstützt, hilft mit, den Verlauf von COVID-19 zu entzerren. Und hilft damit, Leben zu retten und einen Weg zur Normalität zu finden. 

Bild: Maridav/Stock.Adobe